Faktencheck: Was macht Merkel da in einem „Chemtrail-Flieger“?

Entlarven Sie die Mythen rund um Chemtrails und entdecken Sie die Hintergründe von Angela Merkels Besichtigung eines Airbus A350 auf Mimikama

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Dass Kondensstreifen von Flugzeugen in Wirklichkeit Chemikalien enthalten, die uns vergiften sollen, ist für manche Zeitgenossen unbestreitbar.

Diese Kondensstreifen, welche daran erkennbar sein sollen, dass sie sich länger am Himmel halten, werden von Verschwörungstheorektikern „Chemtrails“ genannt.
Einer der ultimativen Beweise soll sein, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel sogar selbst so einen „Chemtrail-Flieger“ inspiziert.

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Da fehlen ihm die Worte. Uns auch ein wenig. Aber dann wäre der Artikel sehr kurz, also ringen wir mal um Worte und erklären, was auf den Bildern zu sehen ist:

Die zwei Bilder mit Angela Merkel

Diese finden sich auf den offiziellen Seiten der Bundesregierung und stammen von 2014. Die Beschreibung dazu lautet „Die Kanzlerin hat Gelegenheit das Innere des neuen Airbus A 350 zu besichtigen„. Die Beschreibung ist kurz genug, um viel zu spekulieren, deswegen erklären wir mal, was sie da genau besichtigte.

Die Bilder entstanden auf der ILA Berlin Air Show 2014, die Merkel eröffnete.
Im Rahmen der Veranstaltung besichtigte sie auch den Airbus A350. Dieses Langstrecken-Großraumflugzeug befindet sich erst seit 2014 in Serienproduktion, auf der Messe landete er für eine Stunde, allerdings nicht nur, damit die Kanzlerin ihn sich anschauen kann, sondern auch, um die Software des Fliegers zu testen. So schreibt „Flugrevue„:

„Die Kabine von MSN4 ist innen leer. Bis auf Ballasttanks und eine Computerkonsole für die Testingenieure sind nur im Heck wenige Sitze für mitreisende Techniker installiert.“

Ballasttanks!

Das ist es, was wir auf all diesen Bildern (und davon gibt es Hunderte!) sehen. Beispielsweise zeigt eines der Bilder das Innere einer Boeing 777-240/LR aus dem Jahre 2005.
Diese Tanks sind mit Wasser befüllt. Die Ingenieure können während der Testflüge das Wasser zwischen den Tanks hin- und herpumpen und somit Passagiere und Waren simulieren, die sich unterschiedlich im Flugzeug verteilen.

Eine größere Auswahl dieser und ähnlicher „Beweisfotos“ haben wir in einem gesonderten Artikel behandelt.

Fazit

„Ohne Worte“, schrieb der Facebook-Nutzer. WIR fanden dann doch noch ein paar erklärende Worte, die hoffentlich dazu beitragen, dass die Verschwörungstheorie von „Chemtrail-Fliegern“ irgendwann einmal ausstirbt.


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