In Deutschland dürften bei diesem Titel so einige große Augen kriegen. In Österreich lässt die Schlagzeile „Van der Bellen lässt ab morgen Finanzminister exekutieren“  die Menschen jedoch kalt.

Über Österreichs Finanzminister Gernot Blümel konnten wir in den letzten Monaten ja so allerlei lesen. Das waren nicht immer positive Schlagzeilen, vor allem in Bezug auf seine „Gedächtnislücken“. Doch nun ist der Titel „Van der Bellen lässt ab morgen Finanzminister exekutieren“ aufgetaucht.

Manch einer in Deutschland wird sich vielleicht fragen, ob das nun wirklich notwendig war. Manch anderer mag vielleicht an einen Fake denken. Der Mimikama Faktencheck bestätigt jedoch, dass diese Schlagzeile wirklich aufgetaucht ist.

Und zwar können wir diese Schlagzeile noch im Googlecache der Onlineversion der OE24 finden (siehe hier). Der dazugehörige Inhalt trägt jedoch einen anderen Titel („VdB beauftragt Straflandesgericht in Causa Blümel„), aber im Text lesen wir dennoch:

Da Blümel dem nicht nachkam, hatte die Opposition die Exekution beantragt. Auch dem kam der VfGH nach und beauftragte Van der Bellen am 5. Mai damit.

Finanzminister exekutiert?

Ok, lösen wir an dieser Stelle auf. Österreichs Finanzminister wurde nicht auf Drängen der Opposition umgebracht. Hier geht es um den Begriff der Exekution, der jenseits der Grenzen unterschiedlich aufgefasst wird.

Während in Deutschland der Ausgang einer Exekution eher tödlich ist, bedeutet derselbe Begriff in Österreich, dass ein Auftrag oder eine Anweisung ausgeführt wird. Eine Exekution ist beispielsweise auch der Begriff für eine Pfändung. Und der Exekutor, also der Ausführende, würde in Deutschland dann als Gerichtsvollzieher bezeichnet.

Ja, so schnell kann es gehen. Und wie heißt es so schön? Nicht trennt uns mehr, als die gemeinsame Sprache. Denn wer glaubt, dass Deutsch gleich Deutsch ist, unterschätzt die Sprache in Österreich. Ich (als Deutscher, der in Österreich lebt, also ein Piefke) empfehle zur Veranschaulichung das Österreichische Volkswörterbuch.

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