Fleischverbot auf dem Tag der Erde in Kassel?

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Autor: Andre Wolf

Ausgerechnet in Hessen. In Kassel. Auf dem Tag der Erde. Kein Fleisch. Unser YouTuber Thunderbeard als gebürtiger Hesse ist entsetzt. Er schiebt sein Frühstücksbrettchen mit dem Blutwurstbrötchen zur Seite und schaut genauer hin. WASDOLOS?

In Kassel gibt es demnächst den „Tag der Erde“ – den gibt es nicht nur dort, sondern es ist ein internationaler Aktionstag, um kritisch unser Konsumverhalten zu hinterfragen und auf die damit verbundenen Umweltprobleme und den Klimawandel hinzuweisen.

Der Veranstalter schreibt auf der eigenen Webseite hierzu:

Der Tag der Erde in Kassel ist die bundesweit größte und bunteste Veranstaltung zum internationalen Tag der Erde am 22. April (Earth Day).

Es geht letztendlich auf diesem Fest auch darum, Konsum zu hinterfragen und auf den Klimawandel aufmerksam machen. Das ist so weit nichts Verwerfliches denkt sich Thunderbeard. Aber deshalb gleich die ganze Wurst rausschmeißen?

Also zumindest handelt es sich bei dem Ausbleiben der Wurst auf dem Fest um keinen Fake. Die Frage ist nur, in welcher Art von Heftigkeit man das diskutieren muss?

Ein ausschlaggebender Punkt für die “Aussperrung” des Fleisches liegt indes ganz banal an der Örtlichkeit, an dem in diesem Jahr der Tag der Erde in Kassel gefeiert wird. Da der Festtag dieses Jahr etwas kleiner sein wird, mussten die Veranstalter einigen Ständen dieses Jahr deswegen leider absagen. Dazu haben sie eben ein Kriterium gefunden, welchen Ständen sie absagen und welchen nicht. Das Fleisch.

Darf man drüber streiten, man kann aber am Ende auch einfach woanders hingehen. Oder man geht hin und isst eben mal einen Nachmittag lang kein Fleisch.

Und nun diskutieren alle über Kassel

Kassel und das fleischlose Fest. Der Protest klingt auf der einen Seite tatsächlich albern, denn wenn man es herunterbricht lautet die Aussage vieler Menschen: “Gibt es keine Wurst, dann geh ich da nicht hin!” Auf der anderen Seite kann man es auch verstehen, denn es geht auch prinzipiell ein wenig darum, im eigenen Konsumverhalten die persönliche Freiheit zu bewahren.

Effektiv kann man jedoch aktuell wieder nur Eines beobachten: alle regen sich auf. Medien, Leserinnen und Leser. Und vielleicht der Außendienstmitarbeiter für den Bereich Kassel eines mittelständischen Fleisch- und Wurstwarenhandels aus Peckeloh, da er für das Fest zum Tag der Erde nichts verkaufen kann. Aber auch nur vielleicht.

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