Die Behauptung

„So sieht es übrigens nach einer #FridaysForFuture Demo aus, bei der gegen den Klimawandel protestiert wird Glaubwürdigkeit geht anders“

Unser Fazit

Die aktuell geteilten Fotos aus dem Jahre 2022 stehen in keinem Zusammenhang zu einer aktuellen Demonstration von Fridays For Future. Die Fotos stammen von einer Abiturfeier aus dem Jahr 2019 in Halle.

Seit dem 26.3.2022 Tagen macht eine Falschbehauptung auf Twitter, Facebook und CO die Runde. Die Behauptung: „So sieht es übrigens nach einer #FridaysForFuture Demo aus, bei der gegen den Klimawandel protestiert wird Glaubwürdigkeit geht anders“

Die Fotos, die dabei hochgeladen wurden, stammen jedoch nicht aus dem Jahre 2022 und auch nicht von einer FridaysForFuture-Demo. Mit solchen Aktionen, mit solchen falschen Behauptungen, soll mit einer hohen Wahrscheinlichkeit Stimmung gegen die Klimaaktivisten von FFF gemacht werden.

Der Beitrag macht in den sozialen Medien, als Screenshot die Runde bzw. ist dieser hier noch auf Twitter zu finden:

Fake: "So sieht es übrigens nach einer #FridaysForFuture Demo aus, bei der gegen den Klimawandel protestiert wird Glaubwürdigkeit geht anders"
Quelle: Twitter

2019: Bereits im Jahre 2019 gab es eine ähnliche Falschmeldung rund um FridaysForFuture.

Damals war diese Behauptung in Umlauf, dass diese Fotos den letzten Schultag im Jahre 2019 zeigen sollen. Wir haben hier darüber berichtet.

2019: Bereits im Jahre 2019 gab es eine ähnliche Falschmeldung rund um FridaysForFuture.
Damals war diese Behauptung in Umlauf, dass diese Fotos den letzten Schultag im Jahre 2019 zeigen sollen. Wir haben hier darüber berichtet.
2019: Bereits im Jahre 2019 gab es eine ähnliche Falschmeldung rund um FridaysForFuture.
Damals war diese Behauptung in Umlauf, dass diese Fotos den letzten Schultag im Jahre 2019 zeigen sollen. Wir haben hier darüber berichtet.

Faktencheck

Der Ursprung der Bilder: Tatsächlich stammten diese Bilder aus dem Jahre 2019. Sie zeigen die Ziegelwiese in Halle (Saale) nach der Abiturientenfeier.
Wie die Seite „Du bist Halle“ berichtet, war zwar, wie in den Vorjahren, wieder viel Müll zu beseitigen, dies sei jedoch am nächsten Morgen in einer halben Stunde von Reinigungsmitarbeitern der GHS erledigt worden, zudem gab es weniger Müll als zuvor, seit dort mehr Mülleimer aufgestellt wurden.

Die Intention des auf Twitter geteilten Beitrags und der Fotos ist klar:
„Jugendliche kümmern sich selbst nicht um ihren Müll, also sollten sie nicht gegen den Klimawandel demonstrieren“.

Es handelte sich jedoch nicht um aktiv bei #FridaysforFuture demonstrierende Jugendliche im 2022, sondern um feiernde Abiturienten im Jahre 2019, die den Müll verursachten. Hier wird also „Whataboutism“ betrieben: Eine Gruppe junger Erwachsener feiert und räumt ihren Abfall abends nicht komplett weg, deswegen seien die Argumente der demonstrierenden Jugendlichen nicht ernst zu nehmen, da sie sich ja augenscheinlich selbst nicht so klimagerecht verhalten.

Leider wird bei solchen Argumentationen die eigentliche Thematik ad absurdum geführt, wie es immer wieder bei hitzigen Diskussionen vorkommt:
Ein Teil einer bestimmten Gruppe macht irgendwas, seien es nun Asylsuchende oder junge Menschen, daraufhin wird die komplette Gruppe verurteilt. Kann man machen, eine vernünftige Grundlage für eine Argumentation ist dies dann allerdings nicht.


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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)