Gefährliche Betrügermail nutzt Weihnachten als Köder

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Autor: Andre Wolf

Was hier wie eine nette Erinnerung seitens Amazon zu Weihnachten aussieht, entpuppt sich als eine nahezu sauber aufgebaute Betrügermail.

Mimikama: Warnung

Was diese Mail ganz besonders ins Licht rückt, ist die argumentative Darstellung des Weihnachtsfestes. Klar, diese Mail “funktioniert” zwar nur in der Vorweihnachtszeit, aber in dieser dafür umso intensiver.

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Der Inhalt dieser Mail im Klartext:

Datum: 09.11.2015

Referenz

Guten Tag Monique [..],

in Zuge unterer Vorbereitungen für das kommende Weihnachtsfest, bitten wir Sie, Ihre hinterlegeten Adressdaten zu bestätigen oder zu aktualisieren.
Um weiterhin wie gewohnt bei ausgewählten Shops einkaufen gehen zu können, nutzen Sie die in Ihrem Konto angegeben Informationen.
Um Ihr Konto auf den neuesten Stand zu bringen, schließen Sie bitte über den unten aufgeführten Link das Formular vollständig ab.

Hier geht es zu der Bestätigung:
Bestätigung (hier klicken)

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Kundenservice

© 2015 Amazon Inc.,

Vorweihnachtszeit heißt Geschenkekaufzeit. Dass wissen auch die Phisher. Ebenso wissen diese auch, dass man gerne und bequem die Geschenke über das Netz kauft und dass es daher zu einem erhöhten Nutzungsaufkommen von Kaufportalen gibt. Aus diesem Grund wurden nun diese beiden Tatsachen verbunden und das Argument erschaffen, dass man vor dem Kauf noch schnell auf den neuesten Stand bringen soll. Hört sich nett und auch sehr plausibel an, ist aber mit böswilligem Hintergrund.

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Daneben hat die Mail auch noch ein paar andere böse Akzente: der Empfänger wird mit vollem Vor- und Zunamen angesprochen. Ebenso fallen die kleinen Schreibfehler auf den ersten Blick nicht ins Auge, da der Lesefluss in der Mail gegeben ist. Das alles sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass s sich hierbei um eine waschechte Phishingmail handelt.

Betrügerische Mail

Diese Mail verfolgt nur ein Ziel: die Empfänger sollen der Bitte um Aktualisierung folgen und den Link anklicken. Auf den Klick öffnet sich ein Browserfenster und eine installierte Schutzsoftware zeigt in diesem Moment eine entsprechende Warnung:

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Man sollte jedoch immer die Augen offen halten, denn ohne Warnung oder eventuell ausbleibenden Meldungen gelangt man auf eine Seite, welche dem Amazon Login nachempfunden ist und den Besucher dazu auffordert, sich einzuloggen. Diese Seite ist nur schwer von der echten Seite zu unterscheiden, als Hauptmerkmal dient die fehlende HTTPS-Anzeige in der Adressleiste. Auch wenn man sich mit der Nachbildung einer plausiblen Adresse Mühe gegeben hat: bei der Adresse vertrags-adresskontrolle.com handelt es sich nicht um Amazon.

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Nach dem Login versucht die gefälschte Seite dem Besucher neben persönlichen- und Adressdaten auch sensible Bankdaten abzufragen

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Ob Amazon, Ebay, PayPal oder ähnliche Portale, hier gilt die selbe Regel wie bei Banken: auf keinen Fall gültige Daten eintippen!

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personaldaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.

Artikel Vorschaubild: Maksim Kabakou / Shutterstock.com

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