Aufgrund der Öffnung der türkischen Grenzen sind die Augen wieder auf Flüchtlinge gerichtet. Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Griechenland sind. Das ist ein Fakt.

Die Informationen über das Video aus Griechenland in der Zusammenfassung:

Das Video zeigt keine Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und der Polizei. Es wurde zwar in Griechenland aufgenommen, stammt jedoch aus der Zeit der Generalstreiks 2011.

Dieser Fakt wird jedoch auch mithilfe von Falschmeldungen dramatisiert. Eine solche Falschmeldung stellt die Unruhen artige Beschreibung durch ein bedrohlich wirkendes Video dar.

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Man sieht in dem Video wütende Proteste. Ein brennender Polizist, im Hintergrund sind Sirenen zu hören. Die Situation wirkt bürgerkriegsartig und solle derzeit in Griechenland stattfinden.

Anhand bestimmter Details in dem Video kann man durchaus erkennen, dass dieses Video in Griechenland aufgenommen wurde. So beispielsweise an einem Plakat, welches im Video zusehen ist und deutlich griechische Majuskeln zeigt.

Video aus Griechenland, Screenshots
Video aus Griechenland, Screenshots

Griechenland 2020? Vorsicht, ein Hybridfake!

Als Hybridfake beschreiben wir Falschmeldungen, die grundsätzlich eine wahre Komponente beinhalten, jedoch immer mit einer falschen Angabe manipuliert werden und somit in ihrer gesamten Darstellung wiederum falsch sind.

Hybridfakes sind Teil der bewusst betriebenen Manipulation und Desinformation auf Social Media und werden sehr gerne zu manipulativen Zwecken auf Social Media genutzt. Das ist auch der Fall bei beim Video aus Griechenland.

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Dieses Video an sich ist echt und stammt wirklich aus Griechenland. Das ist die wahre Komponente an dem Hybridfake. Falsch ist jedoch, dass es sich um ein aktuelles Video handeln würde.

An dieser Stelle entlarvt sich der Fake: Das Video wurde bereits 2011 aufgenommen und muss in den Kontext der Generalstreiks zu dieser Zeit gesetzt werden. Im Zuge dieser Streiks kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten, wie es unter anderem auch der SPIEGEL in einem Artikel mit dem Titel „Griechenland steht still – dafür fliegen Steine“ beschreibt (hier).

Gleiches gilt für das Video: Auf YouTube findet man das Video mit einem Zeitstempel von 2011. Daran kann man durchaus erkennen, dass es definitiv nicht aktuell ist und gleichzeitig auch keine Angriffe auf die Polizei durch Flüchtlinge in Griechenland zeigt.

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