Dazu gehört unter anderem ein manchmal sichtbarer Ring um die Sonne, der irrtümlicherweise von manchen als Regenbogen bezeichnet, von anderen als himmlisches Zeichen gedeutet wird – doch nur der Name ist himmlisch, denn es ist ein Halo, auf Deutsch: Heiligenschein, nüchterner ausgedrückt ein Lichthof. Jenes hübsche Bild bekamen wir zugesandt, zusammen mit der Frage, ob es sich dabei um einen Regenbogen handele:

Regenbogen? Nein!
Regenbogen? Nein!

Von Regenbögen unterscheidet sich jene Erscheinung schon einmal dadurch, dass Erstere nur bei Regen sichtbar und entgegengesetzt der Sonne sichtbar sind, dieser Kreis sich jedoch manchmal bei schönem Wetter oder Nebel rund um die Sonne bildet.

Wie entsteht ein Halo?

Dazu sei gesagt, dass es nicht nur ein, sondern über 50 verschiedene Arten von Halos gibt (das gleichnamige Computerspiel mal ausgenommen), zumeist in Kreisform um Sonne oder Mond, Halbkreise, Lichtsäulen oder Bögen.

Eines aber haben alle Halos gemeinsam: Sie entstehen durch Lichtbrechung in Eiskristallen in einer Höhe von 5.000 bis 13.000 Metern. Wenn sie sich dort gehäuft finden, nämlich in dünnen Cirrus-Wolken, die oftmals mit bloßem Auge gar nicht sichtbar sind, stehen die Chancen gut, ein Halo zu sehen.

Ein englisches Sprichwort sagt „ring around the moon means rain soon“, auf Deutsch „Ring um den Mond bedeutet baldigen Regen“, und da ist auch ein wenig was dran, denn hohe Cirrus-Wolken deuten oftmals, aber nicht immer, auf einen Wetterumschwung hin.

Wann und wo kann ich ein Halo sehen?

Dafür müssen nicht nur die Wetterbedingungen stimmen (klarer Himmel, Eiskristalle in großer Höhe), sondern auch der Standort: Da die Eiskristalle eine bestimmte Ausrichtung haben müssen, kann ein Halo für eine Person sichtbar sein, für eine andere Person, die ein paar Hundert Meter weiter weg steht, wiederum nicht.

Lesen Sie auch >   Influencer und ihre brandgefährliche Fehlinformation über Sonnencreme

Regelmäßig sieht man Halos um Sonne und Mond im Winter, am zweithäufigsten im Frühjahr und Herbst, eher selten im Hochsommer. Direkte Statistiken gibt es dazu allerdings nicht, und aufgrund der Unberechenbarkeit, wie Eiskristalle sich ausrichten, gibt es natürlich auch keine Vorhersagen, allenfalls Wahrscheinlichkeiten.

So kann man gehäuft Halos in Ländern mit sehr kalten Wintern sehen, aber auch hierzulande kann man immer wieder ein Halo erblicken, sogar im Frühsommer.

Fazit: Manche Halos sehen faszinierend, manchmal sogar wie ein riesiges Auge aus, doch trotz des heiligen Namens sind sie „nur“ eine spezielle Himmelserscheinung. Weitere Bilder von Halos findet ihr beispielsweise auf 123rfKachelmannwetter oder EarthSky.

Eine Variation der Halos sind die sogenannten Nebensonnen, von denen wir hier berichten:

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)