Heuschnupfen: Starke Symptome sind keine Folge der Corona-Pandemie

Laut HNO-Arzt und Heuschnupfen-Experte Prof. Dr. Martin Wagenmann (Uniklinik Düsseldorf) treten die Erlenpollen in diesem Jahr früh auf und bereiten den Allergikern Probleme. Die zurückliegende Corona-Zeit habe keinen Einfluss auf die Schwere der Symptomatik.

Autor: Susanne Breuer

Es ist Mitte März und schon leiden viele Allergiker unter den üblichen Heuschnupfen-Symptomen wie verstopften Nasen, tränenden und juckenden Augen – und vielfach unter einer lähmenden Mattigkeit.

Heuschnupfen-Patienten leiden unter extremen Erlenpollenflug

Auf der Karte des Pollenflug-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes ist ganz Nordrhein-Westfalen in der Vorausschau in dunklem Rot eingefärbt. Erlenpollen-Alarm! Rot steht für eine hohe Belastungsintensität. Und Entwarnung ist so schnell nicht in Sicht: Bald werden die Birkenpollen erwartet und schließlich die Saison für Gräserpollen.

„Die machen in der Regel am meisten Beschwerden, weil sie in riesigen Mengen auftreten“.

Prof. Dr. Martin Wagenmann, Leiter des Schwerpunkts Allergologie unter dem Dach der HNO-Klinik und stellvertretender Leiter des Universitäts-Allergiezentrums (UAZ) an der Uniklinik Düsseldorf

Heuschnupfen schlimmer wegen Corona?

Reagieren Allergiker nun stärker auf Pollen, weil sie während der Corona-Pandemie aufgrund der Maskenpflicht weniger in Kontakt mit Pollen kamen? Diesen Rückschluss hält Prof. Wagenmann für nicht haltbar.

„Untersuchungen zeigen vielmehr, dass sich allergische Reaktionen durch wiederholten Allergenkontakt verstärken. Am Ende einer Saison reagieren Betroffene also stärker auf geringere Pollenmengen. Wir nennen das den Priming-Effekt, der in der Medizin auch umfassend beschrieben ist.“

Prof. Dr. Martin Wagenmann

Prof. Wagenmann bestätigt aber, dass es gute Untersuchungen – zum Beispiel aus Israel – gibt, nach denen eine richtig getragene Maske sogar dazu beitragen kann, die Belastung durch Pollen zu senken.

Nach Ermittlung der genauen Ursache gibt es sehr wirksame Therapien

Betroffene können auf Therapien zurückgreifen, die über die Jahre stetig verbessert worden sind. Je nach Ausprägung des Heuschnupfens helfen Cortisonsprays oder aber cortisonhaltige Sprays mit einem Antihistaminikum.

„Es hält sich der Glaube, dass Antihistaminika müde machen. Das war in früheren Zeiten auch richtig. Bei den heutzutage zur Verfügung stehenden Mitteln tritt diese Nebenwirkung in aller Regel aber nicht mehr auf.“

Prof. Dr. Martin Wagenmann

Als dritte und oftmals wirksamste Therapie gilt schließlich die Allergen-Immuntherapie oder Hyposensibilisierung. Vereinfacht gesagt, werden dem Körper dabei Allergene zugeführt, sodass sich das Immunsystem daran gewöhnen kann.

„Der entscheidende Punkt ist hierbei, dass vorher bekannt sein muss, gegen was die Patientin oder der Patient genau allergisch ist.“

Prof. Dr. Martin Wagenmann

Es sei deshalb sehr wichtig, dass Menschen, die Allergiesymptome haben, sich zu ihrem Hausarzt oder Allergologen begeben und einen Allergie-Test machen lassen, um die genaue Ursache zu ermitteln. „Erst danach ist die Einleitung einer zielgerichteten Therapie möglich“, so Prof. Wagenmann.

Quelle:

Deutsches Gesundheitsportal
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