Als angeblicher Apple-Mitarbeiter schaffte es der Mann, rund 5.000 Zugangsdaten zu iCloud-Fotoarchiven von Nutzern zu erhalten.

Mit den Zugängen zu den in den iClouds gespeicherten Daten konnte er 620.000 Bilder stehlen. Dadurch, dass er vorgegeben hatte, ein Mitarbeiter von Apple zu sein, gaben ihm die Nutzer ihre Zugangsdaten sogar freiwillig.

620.000 Fotos und 9.000 Videos von iClouds gestohlen

306 Personen waren laut FBI-Ermittlungen unter den Opfern. Von ihnen hat der 40-Jährige rund 620.000 Fotos und 9.000 Videos gestohlen. Diese speicherte er in seiner Dropbox, wo er sie laut FBI-Akte danach sortierte, ob Nacktbilder enthalten waren oder nicht.

Im Internet prahlte der Mann sogar damit, iCloud-Accounts zu knacken. Er vermarktete sich selbst als „iCloudRipper4You“ und suchte oft Opfer auf der Grundlage von Anfragen anderer Personen.

Rund 500.000 E-Mails versendete er an seine Opfer, in 4.700 davon waren iCloud-Zugangsdaten enthalten, die er zugesendet bekam. Mit diesen konnte der „Hacker“ einfach auf die zugehörigen iCloud-Speicher zugreifen und sich bedienen. – Mit dem Ziel, die erbeuteten Nacktbilder dann zu verkaufen.

Ausforschung des Täters

Als der 40-Jährige 2018 Fotos von der iCloud eines nichtgenannten Promis stahl, die schon bald auf einer Pornoseite zu finden waren, startete das FBI schnell die Ermittlungen und konnte den Täter auch bald ausforschen.

Die Behörden setzten sich mit Apple, Google und Facebook und Verbindung, um Informationen über den Mann zu erhalten. Die dadurch erhaltenen Infos reichten für eine Hausdurchsuchung aus, die diesen Mai durchgeführt wurde.

Mehrere Jahre Haft

Der Täter bekannte sich zu vier Verbrechen schuldig, was ihm mehrere Jahre Gefängnis einbrachte.

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Wie die Behörden anmerkten, wurden ihm sämtliche Zugangsdaten freiwillig übermittelt, da er vortäuschte, für Apple zu arbeiten. Es ist somit keine Sicherheitslücke in Apples iCloud-Service für die Zugriffe verantwortlich.

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Quelle: 9to5mac, Standard

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