Der Plan von Facebook-Chef Mark Zuckerberg, eine Instagram-Version für Kinder und Jugendliche unter 13 Jahren ins Leben zu rufen, erntet harsche Kritik.
Ist „Instagram for Kids“ Zuckerbergs Weg, die Jugend zurückzugewinnen? Und was sagen die Experten dazu?
Ziele hinter „Instagram for Kids“
Bisher haben Kinder und Jugendliche unter 13 Jahren laut den Facebook- Richtlinien keinen Zugriff auf das soziale Netzwerk. Dies will Facebook nun mit seiner „neuen Jugendsäule“, einem „Instagram for Kids“ ändern. Laut des Tech-Riesen sei der Gedanke dahinter, junge Nutzer besser vor sogenanntem Cybergrooming zu schützen. Darunter versteht man das gezielte Heranpirschen an Minderjährige im Internet mit dem Ziel zur Herstellung eines sexuellen Kontaktes.
Ein anderer Grund könnte allerdings sein, dass Facebook zu seinen Konkurrenten Snapchat und TikTok aufschließen will, die deutlich mehr von der jüngeren Zielgruppe genutzt werden. Mit dem Kids-Insta könnte Facebook versuchen, frühestmöglich potenzielle User an sich zu binden.
Kein ausreichender Schutz in der Vergangenheit
In einem Brief richteten sich Experten und 44 Generalstaatsanwälte aus den USA an Mark Zuckerberg und kritisierten sein Vorhaben. Bereits in der Vergangenheit habe Facebook gezeigt, dass der Konzern die Sicherheit von Kindern nicht ausreichend gewährleisten könne.
Ein Beispiel hierfür ist der Messenger, den Facebook 2017 für Kinder auf den Markt brachte. Auch dort hagelte es Kritik daran, dass der Konzern die jungen Nutzer nicht ausreichend vor Kontakten zu Erwachsenen geschützt hatte.
Psychische Folgen möglich
Große Gefahren gingen laut den Staatsanwälten von möglichem Cybermobbing aus. Die in dem Brief an Zuckerberg aufgeführten Forschungsergebnisse lassen befürchten, dass Depressionen, ein verringertes Selbstwertgefühl und sogar Selbstmordgedanken bei Kindern die Folge sein könnten.
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Quelle: CHIP
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