Social-Media-Plattform will mit dieser Maßnahme ein gesünderes Selbstbild vermitteln
Instagram verbannt mehrere Filter von seiner Plattform, die mit Schönheits-OPs in Verbindung stehen. Dazu gehören unter anderem jene, die den Eindruck einer Botox-Injektion oder einer Gesichtsstraffung erwecken. Damit will die Facebook-Tochter für ein positives körperliches Selbstbild ihrer User sorgen.
„Sowohl in der Werbung als auch in ihrem verlängerten Arm Instagram sind übersteigerte Schönheitsideale schon lange ein Thema. Ein Foto in sozialen Medien lügt. Man sieht darauf nur die beste Seite des Users. Es handelt sich um einen winzigen Ausschnitt aus dem Alltag eines Menschen. Nutzer müssen bedenken, dass sie in der Realität nicht immer gut aussehen können.“
unterstreicht Social-Media-Experte Hendrik Unger im Gespräch mit pressetext.
„Plastica“ und „Bad Botox“
Zwar hat Instagram bei seiner Ankündigung keine spezifischen Filter genannt, jedoch existieren gleich mehrere auf der Plattform, die mit Schönheits-OPs zu tun haben. Einige davon scheinen plastische Chirurgie negativ darzstellen. So versieht „Plastica“ das User-Gesicht mit Klammern, die scheinbar die glatter aussehende Haut straffen. „Bad Botox“ lässt das Antlitz geschwollen aussehen. Ein weiterer Filter zeigt das Gesicht mit Markierungen, wie sie Chirurgen beim Planen von Eingriffen einzeichnen.
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Andere Schönheits-OP-Filter versuchen aber, das User-Gesicht zu „perfektionieren“. Kritiker werfen Instagram und auch seinem Konkurrenten Snapchat deswegen vor, ein übersteigertes Schönheitsideal zu vermitteln und so dem Selbstbild von Nutzern zu schaden. Als Reaktion darauf löscht Instagram alle bestehenden Filter dieser Art. Außerdem wird die Entwicklung von weiteren Schönheits-OP-Filtern gestoppt.
Altersbeschränkung festgelegt
Momentan versucht Instagram, Inhalte, die durch übertriebene Schönheitsideale gesundheitsschädigende Auswirkungen haben, zu entfernen. So hat Werbung von Diätprodukten und kosmetischen Eingriffen kürzlich eine Altersbeschränkung erhalten (pressetext berichtete).
Quelle: pressetext
Artikelbild: Instagram / DANIEL MOONEY
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