Menschen gehen manchmal bis zum Äußersten, um Likes oder Follower zu bekommen. Wie dieser Instagramer, der einen Polizeieinsatz verursacht hat.

Mehrere Streifenwagen fuhren nach dem Hinweis einer Zeugin Dienstagnacht (24. August) um 22.45 Uhr zur Dormagener Straße nach Niederaußem. Dort sollen nach Angaben der Zeugin eine junge Frau und ein junger Mann unterwegs sein. Der Mann soll die Frau vor sich herschieben und selbst eine Schutzweste und ein Maschinengewehr mitführen.

Polizisten stellten das Paar zeitnah in der Asperschlagstraße und der Hintergrund dieses öffentlichen Auftritts machte selbst erfahrene Beamte sprachlos:

Beide (14/16) suchten nach eigenen Angaben einen geeigneten Platz in der Ortslage, um sich für das Instagramprofil entsprechend „in Szene zu setzen“. Bei der Waffe handelte es sich um eine täuschend echt aussehende Spielzeugwaffe, die dem G36-Schnellfeuergewehr ähnelte. Zudem trug der 14-Jährige eine olivgrüne Schutzwestenattrappe. Beide Gegenstände sowie zwei Mobiltelefone stellten die Beamten sicher. Zudem fertigen sie eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Belästigung der Allgemeinheit. Im Anschluss übergaben die Polizisten die Beiden ihren Erziehungsberechtigten.

Die Polizei warnt vor der Nutzung solch gefährlich anmutender Gegenstände, wie zum Beispiel dem Posieren mit Anscheinswaffen. Das kann zu Polizeieinsätzen führen, bei denen die Beamten im ersten Ansatz gezwungen wären, ihre Dienstwaffen bereitzuhalten. Um Eskalationen zu vermeiden, rät die Polizei, sich dem allgemeinüblichen Verhalten auf Social-Media-Kanälen anzupassen und auf diese Art von Posen zu verzichten.

Quelle: PP / Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis
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