Opfer-Inszenierung im Israel-Hamas-Konflikt?

Ein Blick hinter die Gerüchte: Werbeaufnahmen fälschlicherweise als Kriegspropaganda dargestellt!

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Autor: Claudia Spiess

Die Behauptung

Ein Video von Werbedreharbeiten wurde fälschlicherweise als Beweis für inszenierte Verletzungen von Gazanern während des Krieges zwischen Israel und der Hamas verbreitet.

Unser Fazit

Das Video zeigt tatsächlich die Produktion einer Werbekampagne und nicht, wie behauptet, inszenierte Opferdarstellungen aus Gaza.

Die verbreitete Behauptung

Derzeit kursiert ein Video, das die Dreharbeiten zu einer pro-palästinensischen Werbekampagne des Telekommunikationsunternehmens Jawwal zeigt. Es wird behauptet, das Video sei ein Beweis dafür, dass Gazaner während des andauernden Krieges zwischen Israel und der Hamas Verletzungen vortäuschen. Das Video zeigt ein Kamerateam, das ein Kind inmitten von Trümmern umgibt. Die Aufnahmen sind mit abwertenden Untertiteln versehen, die suggerieren, dass palästinensische Opferdarstellungen inszeniert seien.

Die Faktenprüfung

Das fragliche Video wurde im Rahmen einer Werbekampagne für das palästinensische Telekommunikationsunternehmen Jawwal nicht in Gaza, sondern in Jordanien gedreht. Die Kampagne mit dem Titel „Die Welt wird in uns leuchten – Ramadan 2024 Jawwal Werbung“ wurde offiziell auf den sozialen Medien von Jawwal und auf dem Instagram-Profil des Regisseurs Omar Rammal geteilt (hier archiviert).

Rammal bestätigte in einem Interview mit dem palästinensischen Nachrichtenportal Tahaqaq (hier archiviert), dass die Dreharbeiten in Jordanien stattfanden. Die Darstellung des Videos als Beweis für inszenierte Verletzungen im Israel-Hamas-Konflikt ist daher irreführend.

Rabe Olote, der Darsteller im Video, postete jenen Ausschnitt aus den Dreharbeiten auf seinem Instagram-Profil:

Screenshot Instagram
Screenshot Instagram (hier archiviert)

Sein Bruder postete ebenfalls einen Auszug daraus auf Instagram und vermerkte hier, dass es sich um eine Werbung für eine Mobilfunkfirma handle.

Screenshot Instagram
Screenshot Instagram (hier archiviert)

Was wir herausgefunden haben

Die fälschliche Identifizierung des Werbevideos als Inszenierung des Konflikts trägt zu einer verzerrten Wahrnehmung des Konflikts bei und untergräbt die Glaubwürdigkeit legitimer Berichterstattung über die humanitäre Krise in Gaza. Es zeigt die Notwendigkeit kritischer Medienkompetenz im Umgang mit Online-Inhalten. Die tatsächlichen Umstände des Videos – ein Werbedreh in Jordanien – widerlegen die Behauptung, es handele sich um eine manipulative Darstellung der Ereignisse in Gaza.

Fragen und Antworten zum Thema Inszenierungen im Israel-Hamas-Konflikt:

Frage 1: Werden in sozialen Medien häufig Falschinformationen über den Israel-Hamas-Konflikt verbreitet?
Antwort 1: Ja, soziale Medien sind oft Plattformen für die Verbreitung von Falschinformationen und irreführenden Darstellungen bezüglich des Israel-Hamas-Konflikts.

Frage 2: Ist das in sozialen Medien verbreitete Video ein Beweis für die Inszenierung von Verletzungen durch Gazaner?
Antwort 2: Nein, das Video zeigt lediglich die Dreharbeiten zu einer Werbekampagne und nicht die Inszenierung von Verletzungen.

Frage 3: Wo wurden die Aufnahmen für die Jawwal-Werbekampagne gemacht?
Antwort 3: Die Aufnahmen wurden in Jordanien gemacht, nicht in Gaza.

Frage 4: Hat der Regisseur der Werbung die Umstände der Aufnahmen bestätigt?
Antwort 4: Ja, Omar Rammal bestätigte, dass das Video in Jordanien gedreht wurde und Teil einer Werbekampagne war.

Frage 5: Wie sollte man mit solchen Videos umgehen, um Fehlinformationen zu vermeiden?
Antwort 5: Es ist wichtig, kritisch zu prüfen und Quellen zu verifizieren, bevor man Inhalte in sozialen Medien teilt oder als wahr annimmt.

Fazit

Die kritische Betrachtung und Überprüfung von Online-Inhalten ist unerlässlich, um Fehlinformationen zu vermeiden. Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig Medienkompetenz im digitalen Zeitalter ist. Wir ermutigen die Leserinnen und Leser, Informationen kritisch zu hinterfragen und sich aus vertrauenswürdigen Quellen zu informieren.

Quelle: Reuters, Tahaqaq

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