Kein Fake: Legales Kiffen könnte Alkoholbranche zusetzen!

Autor: Tom Wannenmacher

Kein Fake: Legales Kiffen könnte Alkoholbranche zusetzen!
Kein Fake: Legales Kiffen könnte Alkoholbranche zusetzen!

Tabakindustrie hat laut Studie der University of Georgia hingegen eher nichts zu befürchten!

Eine breit legalisierte private Freizeitnutzung von Marihuana könnte den Alkoholabsatz zurückgehen lassen. Das suggeriert eine aktuell in „Marketing Science“ erschienene Studie der University of Georgia. Denn in jenen US-Bundesstaaten, in denen Cannabis bereits legalisiert wurde, sind danach die Online-Suchen nach Alkoholika um fast elf Prozent zurückgegangen. Etwaige Ängste der Tabakbranche vor einem Verdrängungseffekt scheinen demnach hingegen eher unbegründet.

Verdrängungsängste

In immer mehr US-Bundesstaaten wird Marihuana freigegeben und wächst zum Milliardengeschäft. Das freut freilich nicht jeden. So gelten die Alkohol- und Tabakbranchen als Gegner der Legalisierung, da sie Umsatzeinbußen befürchten.

„Es scheint, dass die Alkoholindustrie gute Gründe hat, sich wegen legalem Marihuana Sorgen zu machen und kreative Strategien benötigen dürfte, um einen Marktrückgang zu vermeiden“, meint nun Marketingprofessorin Pengyuan Wang.

Sie hat mit Kollegen nämlich untersucht, wie sich eine Freigabe auf das Interesse an verschiedenen Rauschmitteln auswirkt.

In US-Staaten, wo es bereits zur Marihuana-Freigabe gekommen ist, ist demnach die Zahl der Online-Suchen nach Alkoholprodukten eben recht deutlich gesunken – ein Hinweis darauf, das hier ein Verdrängungseffekt stattfinden könnte, der sich in den Verkaufszahlen niederschlägt. Das Volumen der Suchen nach Tabak ist hingegen sogar um fast acht Prozent gestiegen.

Tabakfirmen sollten die Annahme, dass Marihuana auch sie Marktvolumen kosten könnte, also überdenken, so Wang. „Gegen die Cannabis-Freigabe sein, ist vielleicht nicht in ihrem Interesse.“

Kiffer sind eher Ältere

Die Studie stellt auch ein weiteres Argument gegen die Marihuana-Freigabe infrage.

„Entgegen der verbreiteten öffentlichen Befürchtung zur Legalisierung der Freizeitnutzung scheinen Teenager an Interesse zu verlieren, statt mehr zu entwickeln“, erklärt Wang.

Denn Jugendliche bis 19 Jahre suchen in den untersuchten Staaten jetzt seltener online nach Marihuana und Cannabis-Produkten als vor der Freigabe. Das Suchvolumen unter Erwachsenen dagegen ist um rund 17 Prozent angestiegen.

„Politiker, die sich nur Sorgen über mehr Teen-Konsumenten machen, sollten ihre Haltung vielleicht überdenken“, meint daher die Forscherin.

Artikelbild: Shutterstock / Von Mahony
Quelle: pte
Unterstützen 🤍

FAKE NEWS BEKÄMPFEN

Unterstützen Sie Mimikama, um gemeinsam gegen Fake News vorzugehen und die Demokratie zu stärken. Helfen Sie mit, Fake News zu stoppen!

Mit Deiner Unterstützung via PayPal, Banküberweisung, Steady oder Patreon ermöglichst Du es uns, Falschmeldungen zu entlarven und klare Fakten zu präsentieren. Jeder Beitrag, groß oder klein, macht einen Unterschied. Vielen Dank für Deine Hilfe! ❤️

Mimikama-Webshop

Unser Ziel bei Mimikama ist einfach: Wir kämpfen mit Humor und Scharfsinn gegen Desinformation und Verschwörungstheorien.

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal per Link- oder QR-Scan! Aktiviere die kleine 🔔 und erhalte eine aktuelle News-Übersicht sowie spannende Faktenchecks.

Link: Mimikamas WhatsApp-Kanal

Mimikama WhatsApp-Kanal

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.


2) Einzelne Beiträge (keine Faktenchecks) entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und
wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kämpfe mit uns für ein echtes, faktenbasiertes Internet! Besorgt über Falschmeldungen? Unterstütze Mimikama und hilf uns, Qualität und Vertrauen im digitalen Raum zu fördern. Dein Beitrag, egal in welcher Höhe, hilft uns, weiterhin für eine wahrheitsgetreue Online-Welt zu arbeiten. Unterstütze jetzt und mach einen echten Unterschied! Werde auch Du ein jetzt ein Botschafter von Mimikama

Mehr von Mimikama

Mimikama Workshops & Vorträge: Stark gegen Fake News!

Mit unseren Workshops erleben Sie ein Feuerwerk an Impulsen mit echtem Mehrwert in Medienkompetenz, lernen Fake News und deren Manipulation zu erkennen, schützen sich vor Falschmeldungen und deren Auswirkungen und fördern dabei einen informierten, kritischen und transparenten Umgang mit Informationen.