Likebait-Missbrauch: Die wahre Geschichte hinter “Jenny”

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Autor: Kathrin Helmreich

Noch immer zieht die Masche mit Likebaits auf Facebook. So wird auch diese junge Dame fürs Klicksammeln missbraucht.

Wir erhielten Anfragen zu einem Statusbeitrag auf Facebook, bei dem es um eine junge Dame geht, die angeblich um Geburtstagsglückwünsche bittet, weil sie als nicht schön empfunden wird, da ihr ein Arm fehlt.

Es geht dabei um diesen Beitrag:

image
Bild im Klartext:

Hi I’m Jenny. Today is My Birthday. But no one wished me yet. Because they think I am disabled and not Beautiful. I am smiling. But sad in my heart. MIMIKAMA

Can I get some best wishes?

Über 146.000 mal geteilt – an die 31.000 Likes und niemand kennt die wahre Identität von “Jenny”. Doch alle gratulieren sie ihr wie die Lemminge zum Geburtstag und sind sich nicht bewusst, dass sie gerade einem Likebait auf den Leim gegangen sind.

Ein Faktencheck

Eine Rückwärtssuche hilft herauszufinden, wer “Jenny” wirklich ist.

Wir sehen hier nämlich ein Foto von Ashley Fisher. In einem Interview der Yahoo! Lifestyle erfährt man, dass Ashley gar nicht so traurig ist, wie in dem Likebait-Beitrag behauptet wird.

Sie verlor ihren Arm bereits als Kleinkind bei einem Autounfall, doch dieser Umstand hindert sie nicht daran, das bestmögliche Leben zu haben, das sie nun mal eben haben kann. Sie studiert und ist bereits Mutter einer wundervollen Tochter. Sie führt nicht nur einen erfolgreichen Instagram-Account mit 80.000 Followern, sondern auch einen YouTube Kanal.

Serve

Ein Beitrag geteilt von Ashley Fisher (@ash2happyy) am

In diesem Video erklärt sie, wie sie ihren Arm verloren hat:

Like-Baiting

Warum stiehlt man also die Fotos eigentlich glücklicher Menschen?

Viele Facebook-Seiten, die ihre Klickquote verbessern möchten, klauen Fotos von anderen Nutzern oder basteln sich schon mal ihre Mitleidsbilder selbst. Dann wird auch schon gern mal ein Bein einfach wegretuschiert – oder auch beide Arme.

Die Nutzer werden von diesen Likebait-Erstellern schamlos emotional erpresst, um ihrer Seite einen Schub zu verleihen. Mehr Likes, mehr Shares, mehr Interaktion, bessere Reichweite.

Nichts destotrotz rechtfertigt das in keiner Weise, sich fremden Bildmaterials zu bedienen, dazu eine neue Geschichte zu erfinden und damit andere Menschen zu manipulieren. Mehr zu diesem Thema kann man hier erfahren.

Ashley Fisher braucht kein Mitleid, ihr geht es gut und sie führt das Leben, das sie möchte.

Ergebnis:

Es handelt sich auf Facebook um einen sogenannten Likebait-Beitrag.

Jenny heißt gar nicht so und bittet auch nicht um Glückwünsche oder ist tieftraurig. Ihr Foto wurde gestohlen und mit neuem Kontext versehen – nicht cool!

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