Lösegeldzahlung bei Schadsoftware-Angriffen lohnt sich nicht

Autor: Annika Hommer

Lösegeldzahlung bei Schadsoftware-Angriffen lohnt sich nicht
Artikelbild: vchal / Shutterstock.com

Seit Beginn der Corona-Pandemie häufen sich Berichte über Angriffe von Cyberkriminellen auf die IT-Systeme von Firmen weltweit.

Häufig wird von den Cyberkriminellen versucht, durch das Lahmlegen der Systeme und den Diebstahl von Daten Lösegelder zu erpressen, damit diese wieder funktionstüchtig gemacht und Daten wieder herausgegeben werden. Eine Studie zeigte nun, dass dies in vielen Fällen nutzlos ist.

Vervierfachung der Lösegeldforderungen

Neben der steigenden Zahl von Hackerangriffen nimmt auch die Höhe der durchschnittlichen Lösegeldforderungen drastisch zu. Das IT-Sicherheitsunternehmen teilte hierzu mit, dass sich diese im Laufe des vergangenen Jahres beinahe vervierfacht hat und inzwischen bei mehr als 233.000 Dollar liegt.

Finanzielle Einbußen, Imageschäden, Geschäftsaufgabe

Das Marktforschungsinstitut Censuswide führte nun eine noch unveröffentlichte Umfrage im Auftrag von Cybereason, einem Sicherheitsdienstleister, durch. Hierzu wurden 1300 Unternehmen aus Deutschland und sechs weiteren Staaten befragt. Zwei Drittel der befragten Unternehmen in Deutschland gaben dabei an, Angriffe von Erpressungsprogrammen bemerkt zu haben, von denen die Hacker in 27 Prozent der Fälle erfolgreich gewesen seien. Dreiviertel der Betroffenen haben infolge der Angriffe deutliche finanzielle Verluste und rund die Hälfte Imageschäden erleiden müssen. Teilweise waren die Folgen so weitreichend, dass dadurch Entlassungen oder Rücktritte auf Vorstands- oder Geschäftsführerebene stattfinden mussten (knapp ein Drittel der Fälle) oder betroffene Firmen ihr Geschäft ganz oder teilweise niederlegen mussten (rund ein Fünftel der Fälle).

Erneute Angriffe nach Zahlung

Viele Firmen entschieden sich zur Zahlung der Lösegeldforderungen, die in rund 50 Prozent der Fälle bei mehr als 700.000 Dollar lag. Trotz der Zahlung dieser immens hohen Summen konnten 45 Prozent der Unternehmen ihre Daten im Nachgang gar nicht oder nicht mehr vollständig wiederherstellen. Zudem wurde ein Großteil der Firmen, die eine Lösegeldzahlung an Erpresser leisteten, im Nachgang erneut attackiert – teilweise sogar von denselben Betrügern.

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Quelle: wiwo.de
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