Wusstet ihr, dass eine vierköpfige Familie täglich durch Atmen und Schwitzen zwischen sechs und zwölf Liter Wasser an die Luft abgibt? Dies fand die Verbraucherzentrale in Berlin heraus. Deshalb sei es ausgesprochen wichtig, Innenräume regelmäßig zu lüften und die Räume auf mindestens 16 Grad zu heizen.

Was passiert, wenn wir nicht lüften?

Abgesehen davon, dass die Konzentration und die Leistungsfähigkeit von uns Menschen bei stickiger, verbrauchter Luft deutlich absinkt, gibt es noch einen anderen wichtigen Grund, warum regelmäßiger Luftaustausch so wichtig ist. Ist nämlich in den Innenräumen die Luftfeuchtigkeit zu hoch, so kann es bei niedrigen Temperaturen sehr rasch zu unerwünschtem Schimmel im Wohnbereich kommen. 

Wie können wir Schimmel vermeiden?

Heizen:
Gerade jetzt leben wir in der ständigen Angst, die Heizkosten könnten uns über die Ohren wachsen. Viele versuchen deshalb, das Heizverhalten stark einzuschränken. Generell ist diese Idee der Reduktion keine schlechte. Und trotzdem ist es wichtig im Sparen einige wichtige Punkte zu beachten. Hierzu gehört, dass die Verbraucherzentralen darauf hinweisen, dass es ganz und gar wichtig sei, die Raumtemperatur möglichst nicht unter 16 Grad fallen zu lassen. Unter 16 Grad könne nämlich sehr rasch Schimmel in den Innenräumen entstehen. 

Ununterbrochenes durchheizen oder Heizung runterdrehen? Martin Brandis vom Energieberatungsteam der Verbraucherzentrale des Bundesverbands klärt hier auf: „Durchheizen ist die deutlich verbrauchintensivere Maßnahme.“ Es sei also besser, die Heizung runterzudrehen, wenn unter Tags niemand in den Wohnräumen ist oder nachts die Räume nicht genutzt werden. Dennoch sollen die Innenräume mindestens 16 Grad haben. 

Lüften:
Regelmäßiges Stoß- oder Querlüften ist unabdingbar für einen guten Luftaustausch. Dabei sollten ein oder mehrere Fenster für mehrere Minuten komplett geöffnet werden, um einen Luftaustausch zu ermöglichen. Die Zeitspanne des Lüftens hängt von mehreren Faktoren ab.

  • Wie hoch ist die aktuelle Luftfeuchtigkeit? Dies kann man am besten mittels eines Hygrometers bestimmen. Diese kann man bereits für wenige Euro in z. B. Baumärkten kaufen. Sie geben Auskunft darüber, wie hoch die Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen ist. Damit kannst du erkennen, ob du deine Fenster öffnen solltest oder nicht. Wichtig ist es, die Fenster ganz zu öffnen, denn gekippte Fenster reichen in der Regel nicht aus.
  • Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch und kann sich trotz Stoßlüften nicht reduzieren, so kann es sein, dass es zusätzlich notwendig ist, eine Weile die Fenster zusätzlich zu kippen. 
  • Bleiben die Fenster zu lange gekippt, so kann der Fensterbereich auskühlen und es kann sich Kondenswasser bilden. Dies würde die Schimmelbildung fördern. 
  • Bist du unter Tags nicht in deiner Wohnung, so reicht es, wenn du morgens und abends ausgiebig in allen Räumen die Fenster öffnest. 
  • Achte besonders auf ausgiebiges Lüften nach dem Kochen, Backen, Bügeln, Duschen oder wenn nasse Wäsche in der Wohnung getrocknet wird. 

Warum sollten auch bei Regenwetter und Nebel die Fenster geöffnet werden?

Auf den ersten Blick erscheint es seltsam bei Regenwetter oder starkem Nebel zu lüften, weil wir doch eigentlich Luftfeuchtigkeit loswerden und nicht zusätzliche Feuchtigkeit in unsere Wohnräume locken wollen. Dennoch ist es auch bei feuchtem Wetter notwendig, regelmäßig die Luft zu wechseln. Warum? Die Experten von richtig-lüften.eu erklären hierzu:

„Wer die feuchte Regenluft von draußen beim Lüften herein lässt und sie anschließend durch die Raumheizung erwärmt, gewinnt aber immer noch trockenere Luft, als er aktuell in den Wohnräumen vorfindet. Die Innenluft ist vor dem Lüften häufig so abgestanden und mit Feuchte angereichert, dass eine Belüftung selbst bei Regenwetter sinnvoll ist und sich positiv auf die Luftqualität auswirkt.“

Quelle: richtig-lüften.eu

Heizen und der regelmäßige Luftaustausch gehen also Hand in Hand. Es ist wichtig frische Luft in unsere heimeligen vier Wände zu lassen und diese frische Luft anschließend mittels Heizung auf mindestens 16 Grad zu erwärmen. Wichtig sei es, beim öffnen der Fenster die Heizung abzudrehen. Allerdings solle darauf geachtet werden, sie anschließend auch wieder aufzudrehen. 

Wenn du mehr über die Luftfeuchtigkeit bei Regen erfahren möchtest, dann kannst du bei ntv spannende Fakten zum Thema bekommen.

Wie erkenne ich, wenn in meinen vier Wänden mit der Luftfeuchtigkeit etwas nicht optimal läuft?

Die ersten Anzeichen seien, wenn z. B. Wassertropfen auf den Fensterscheiben sichtbar sind. Spätestens dann müsse gehandelt werden. Denn Schimmelpilze breiten sich rasch an den Wänden und hinter Möbel aus und können zur großen gesundheitlichen Gefahr für uns Menschen aufkeimen. 

Quelle:
Verbraucherzentrale in Berlin, Utopia, richtig-lüften.eu, ntv
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