Mädchen und Jungen sind in unterschiedlichem Alter anfälliger für die negativen Auswirkungen der Nutzung sozialer Medien, so eine Studie von einem internationalen Team von Wissenschaftlern unter Beteiligung des Oxford Internet Institute der University of Oxford und der University of Cambridge. Mädchen bis zu 13 Jahren empfinden bereits einen negativen Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und ihrer Lebenszufriedenheit. Bei Jungs ist das erst von 14 bis 15 Jahren der Fall. Die Forscher haben zwei britische Datensätze von rund 84.000 Personen im Alter zwischen zehn und 80 Jahren analysiert. Dazu gehörten Längsschnittdaten von 17.400 jungen Menschen im Alter von zehn bis 21 Jahren.
Pubertät könnte schuld sein
Dies deutet darauf hin, dass die Empfindlichkeit gegenüber der Nutzung sozialer Medien mit Entwicklungsveränderungen, möglicherweise Veränderungen in der Struktur des Gehirns oder mit der Pubertät zusammenhängen könnte, die bei Jungen später auftritt als bei Mädchen. Im Alter von 19 Jahren hatte sich das ausgeglichen. Wer zuvor soziale Medien intensiv genutzt hatte, büßt dafür im letzten Teenie-Jahr mit geringerer Lebenszufriedenheit. In diesem Alter, so die Forscher, sei es möglich, dass soziale Veränderungen – wie der Auszug aus dem Elternhaus oder die Aufnahme bezahlter Arbeit – die Jugendlichen verletzlicher machen.
„Der Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und dem psychischen Wohlbefinden ist sehr komplex“, sagt Amy Orben, Studienleiterin und Psychologin der University of Cambridge. „Ich würde nicht sagen, dass es eine bestimmte Altersgruppe gibt, um die wir uns alle Sorgen machen sollten. Wir sollten alle über unsere Nutzung sozialer Medien nachdenken und diese Gespräche fördern. Aber wir müssen verstehen, was diese Veränderungen in den Altersgruppen und zwischen den Geschlechtern antreibt. Es gibt sehr große individuelle Unterschiede, so dass es bestimmte Teenager geben kann, die von ihrer Nutzung sozialer Medien profitieren, während andere geschädigt werden.“
Daten der Plattformen wichtig
„Um herauszufinden, welche Personen von sozialen Medien beeinflusst werden, ist mehr Forschung erforderlich, die objektive Verhaltensdaten mit biologischen und kognitiven Messungen der Entwicklung kombiniert“, ergänzt Andrew Przybylski, Professor für experimentelle Psychologie und Forschungsdirektor am Oxford Internet Institute. „Wir fordern Social-Media-Unternehmen und andere Online-Plattformen daher auf, mehr zu tun, um ihre Daten mit unabhängigen Wissenschaftlern zu teilen.“ Notfalls solle die Regierung sie zu mehr Offenheit zwingen.
Quelle: pte
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