Nicht immer bilden Fotos und Videos im Internet die Realität ab. Auch wenn Aufnahmen auf den ersten Blick authentisch wirken, wurde oft ein wenig nachgeholfen – nicht nur, um sie für die Werbebranche zu verschönern.

Besonders in sozialen Netzwerken werden gefälschte Bilder, Fotos und Videos manchmal gezielt eingesetzt, um Falschmeldungen („Hoaxes“) in Umlauf zu bringen, bestimmte Theorien zu untermauern oder Stimmung gegen Bevölkerungsgruppen zu machen.

Mit diesen Techniken können Bilder manipuliert werden

  • Bearbeitung mit Grafikprogrammen wie z. B. Photoshop (z. B. um Gesichter dem gängigen Schönheitsideal anzupassen)
  • Kontext wird verändert – reale Fotos werden einem anderen Ereignis zugeschrieben
  • Fotomontage: Personen oder Objekte werden aus einem Bild entfernt oder hinzukopiert
  • Fotokombination: Teile verschiedener Fotos werden zu einer neuen Aufnahme zusammengesetzt
  • Bildausschnitt: Werden nur Teile des Bildes gezeigt und damit Informationen weggelassen, kann sich die Aussage des Bildes ändern.
  • Lichtverhältnisse: Durch Anpassung des Lichts entsteht der Eindruck einer anderen Tages- oder Jahreszeit.
  • Blickwinkel: Dadurch wird z. B. ein bestimmtes Ereignis oder eine Person auf dem Bild in den Mittelpunkt gerückt.
  • Manipulation mit Musik – gezielte Unterlegung von Videos mit Musik erweckt den Eindruck, das Video stamme z. B. aus einem anderen Land

Tipps, um die Echtheit zu überprüfen

  • Herkunft prüfen. Eine umgekehrte Bildersuche im Internet zeigt schnell den tatsächlichen Ursprung eines Bildes auf, z. B. mit:
  • Quelle hinterfragen. Welche Person oder Organisation steht hinter der Website oder Facebook-Seite? Was ist über die Verfasser/innen bekannt? Achten Sie auf Anzeichen für eine glaubwürdige Quelle.
  • Quellen vergleichen. Stimmt die behauptete Geschichte zum Bild überhaupt?
  • Hoax-Datenbanken checken. Wurde ein Bild bereits als Fälschung enttarnt? (z. B. mit unserer Suchmaschine > www.hoaxsearch.com)
  • Foto-Metadaten abfragen. Diese geben u. a. Auskunft über Ort, Datum und Uhrzeit der Aufnahme (z. B. mit dem Tool www.exifdata.com).
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