Martinelli: Hoax, Kettenbrief, Dauerbrenner

Rund um die Uhr – und das seit Jahren – kursiert die Warnung vor dem angeblichen Telefon-Hack-Video namens „Martinelli“.

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Autor: Claudia Spiess

Die Behauptung

Auf WhatsApp und in sozialen Medien wird vor einem angeblichen „Martinelli-Video“ gewarnt, das das Smartphone mit Malware infizieren und unbrauchbar machen könnte.

Unser Fazit

Bei dieser Warnung handelt es sich um einen Hoax, der seit 2017 kursiert. Es gibt keine Beweise für die Existenz des „Martinelli-Videos“ oder dessen schädliche Auswirkungen auf Smartphones.

Martinelli – Unser ständiger „Begleiter“: Die verbreitete Behauptung

Die Warnung vor dem „Martinelli-Video“ auf WhatsApp und über andere Kanäle ist eine moderne urbane Legende. Sie besagt, dass dieses Video das Smartphone hacken und unbrauchbar machen kann. Diese Behauptung wird seit Jahren verbreitet, obwohl es nie einen Beweis für die Existenz eines solchen Videos oder seine schädliche Wirkung gegeben hat.

Screenshot der Nachricht
Screenshot der Nachricht

Der Faktencheck

Die Behauptung über das „Martinelli-Video“ weist alle Merkmale eines typischen Internet-Hoax auf: ein angekündigtes Ereignis, das nie eintritt, und ein völliger Mangel an überprüfbaren Details oder Quellen. Die spanische Polizei hat bereits 2017 auf Twitter erklärt, dass es sich bei der Warnung zu diesem angeblichen Video um eine Fälschung handelt. Dies hat sich seither auch nicht geändert. Es gibt keine Beweise für die Existenz eines solchen Videos oder dafür, dass es Malware verbreiten kann.

Auch wir berichten seit Jahren zu diesem Hoax-Phänomen, das einfach immer und immer wieder auftaucht: HIER

Unterbrecht die Kette!

Kettenbriefe wie die Warnung vor dem „Martinelli“-Video nutzen häufig die Angst vor technologischen Bedrohungen, um sich zu verbreiten. Sie nähren die Sorge um Sicherheit und Privatsphäre, bieten aber bei genauerer Betrachtung keine stichhaltige Grundlage.

Der beste Umgang mit solchen Nachrichten ist, sie zu ignorieren, nicht weiterzuleiten und den Absender über die Unwahrheit der – vermutlich gut gemeinten – Warnung zu informieren.

Fragen und Antworten

Frage 1: Gibt es das „Martinelli-Video“?
Antwort 1: Nein, es gibt keine Beweise dafür, dass ein solches Video existiert oder schädlich ist.

Frage 2: Wie soll man auf Kettenbriefe reagieren?
Antwort 2: Ignorieren, nicht weiterleiten und den Absender über die Falschinformation informieren.

Frage 3: Was sagt die Polizei zum „Martinelli-Video“?
Antwort 3: Die spanische Polizei hat bereits 2017 erklärt, dass es sich um eine Fälschung handelt.

Frage 4: Wie oft taucht die Warnung vor dem „Martinelli-Video“ auf?
Antwort 4: Die Warnung taucht seit mindestens 2017 regelmäßig auf, ohne dass es einen Beweis für die Behauptungen gibt.

Frage 5: Was ist die beste Verteidigung gegen Falschmeldungen?
Antwort 5: Kritisches Denken und das Hinterfragen unbegründeter Behauptungen.

Fazit

Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung eines kritischen Umgangs mit Falschinformationen, insbesondere im Hinblick auf technologische Bedrohungen. Statt Angst und Verunsicherung zu verbreiten, sollte das Ziel sein, Informationen zu hinterfragen und aufzuklären.

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