Ab dem 5. Juli 2023 will Meta einige Informationen über uns als „berechtigtes Interesse“ sammeln und verwenden

Der Social-Media-Gigant Meta, bekannt durch seine Plattformen Facebook und Instagram, hat die Art und Weise, wie er Daten sammelt und verwendet, erneut überarbeitet. Ein Blick auf die Änderungen ist unerlässlich, um den Schutz unserer Daten zu gewährleisten.

MIMIKAMA
Quelle Facebook

Info: Meta, vormals bekannt als Facebook, hat seit Mitte 2022 vereinheitlichte Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien für seine verschiedenen Plattformen eingeführt, einschließlich Facebook und Instagram. Am 5. Juli 2023 steht eine erneute Änderung dieser Bestimmungen an. Die angekündigte Neuerung sieht vor, dass Nutzer die Informationen einschränken können, die Meta zur Personalisierung von Werbung verwendet. Allerdings ist diese Anpassung mit Hürden verbunden und bedeutet keineswegs, dass Nutzer in der Lage sein werden, Werbung vollständig zu deaktivieren. Es bleibt abzuwarten, wie effektiv und benutzerfreundlich diese neuen Optionen sein werden.

Metas Ansatz zur Datensammlung und -verwendung


Ab dem 5. Juli 2023 will Meta bestimmte Informationen über uns aus „berechtigtem Interesse“ sammeln und verwenden. Eine der wichtigsten Änderungen scheint auf den ersten Blick positiv zu sein: Nutzer können verbieten, dass bestimmte Daten für die Auswahl von Werbung verwendet werden.

Allerdings ist diese Option mit einer Hürde verbunden: Meta fordert Begründungen für die Datensperre und behält sich das Recht vor, diese zu akzeptieren oder abzulehnen. Die dazu notwendigen Formulare findet man hier bei Facebook und hier bei Instagram.

Diese Praxis steht im Widerspruch zu EU-Recht, nach dem Meta eigentlich die Erlaubnis der Nutzer einholen müsste, um Daten für Werbezwecke zu sammeln und zu nutzen. NOYB hat bereits rechtliche Schritte gegen diese Praxis angekündigt. (NOYB – Europäisches Zentrum für digitale Rechte ist eine Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Wien, die sich der Durchsetzung des Datenschutzes innerhalb der Europäischen Union verschrieben hat.)

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Es sollte auch beachtet werden, dass diese Änderungen nicht für WhatsApp gelten, der auch zu Meta gehört, aber eine separate Datenschutzrichtlinie hat.

Metas Datenerfassung: Online und Offline


Meta kann dich auch außerhalb seiner Plattformen verfolgen. Dies geschieht durch Cookies und Plugins, die Daten über deine Online-Aktivitäten sammeln, sogar wenn du die Produkte von Meta nicht aktiv nutzt. Meta kann auch Daten über deine Offline-Aktivitäten erhalten, z.B. wenn du dich für ein Kundenprogramm in einem Geschäft anmeldest.

Metas Methoden, um seine Nutzer zu verfolgen und zu orten. Ein Beispiel:


Meta, verfügt über verschiedene Methoden, um seine Nutzer zu verfolgen und zu lokalisieren. Hier ein konkretes Beispiel:

Stell dir vor, du bist in einem Bekleidungsgeschäft und siehst ein Paar Schuhe, die dir gefallen. Du beschließt, die Schuhe nicht sofort zu kaufen, sondern gehst nach Hause, um im Internet mehr über sie zu erfahren. Du öffnest deinen Browser und besuchst die Website des Bekleidungsgeschäfts, um mehr über die Schuhe zu erfahren. Diese Website hat möglicherweise ein Facebook-Pixel oder ein ähnliches Tracking-Tool installiert, das Daten über deinen Besuch sammelt und an Meta sendet.

Wenn du dich später bei Facebook oder Instagram einloggst, siehst du Werbung für genau die Schuhe, die du dir angesehen hast. Das liegt daran, dass Meta die Daten deines Website-Besuchs mit deinem Social-Media-Profil verknüpft hat und dir nun personalisierte Werbung anzeigt.

Zur Standortbestimmung: Wenn du die Facebook- oder Instagram-App auf deinem Smartphone installiert und den Standortzugriff für diese Apps aktiviert hast, kann Meta auch Daten über deinen physischen Standort sammeln. Das bedeutet, dass das Unternehmen wissen könnte, wann du das Bekleidungsgeschäft besuchst oder dich in der Nähe befindest, und dir dementsprechend zielgerichtete Werbung anbieten könnte.

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Hinweis: Diese Datenerfassungs- und Tracking-Methoden sind weit verbreitet und werden nicht nur von Meta, sondern auch von vielen anderen Unternehmen und Websites verwendet. Du hast jedoch die Möglichkeit, einige dieser Tracking-Methoden einzuschränken oder zu blockieren, indem du deine Datenschutzeinstellungen anpasst und bestimmte Browser-Plugins oder Tools zum Schutz der Privatsphäre verwendest.

Das klingt beunruhigend, nicht wahr? Es gibt jedoch einige Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um diese Art der Überwachung einzuschränken. Du kannst zum Beispiel unterschiedliche Browser für Facebook und andere Websites verwenden oder das Speichern von Cookies von Drittanbietern verbieten.

Ortsbasierte Daten und Werbung


Eine weitere Facette von Metas Datenrichtlinie ist die Verwendung von Standortdaten zur Auswahl von Werbung. Wenn du zum Beispiel Facebook oder Instagram als App nutzt, kann Meta deinen Standort verfolgen und dir ortsbezogene Werbung anzeigen.

Das mag harmlos klingen, aber es lohnt sich, über die möglichen Folgen nachzudenken. Du kannst diese Funktion ausschalten, indem du den Ortungsdienst auf deinem Smartphone deaktivierst oder Facebook und Instagram verbietest, auf deinen Standort zuzugreifen.

Datenerfassung von Geräten


Meta behält sich das Recht vor, Informationen über die von dir verwendeten Geräte und deren Nutzung zu sammeln. Dazu gehören das Betriebssystem deines Geräts, der Akkuladestand, Informationen über das Mobilfunknetz und sogar die Dateien und Anwendungen auf deinem Gerät.

Die möglichen Auswirkungen dieser Datenerfassung sind besorgniserregend und es ist ratsam, Maßnahmen zu ergreifen, um die Datenerfassung einzuschränken. Dazu gehören die Einschränkung der App-Berechtigungen für Meta-Apps auf dem Gerät und die Aktivierung der „Nicht tracken“-Einstellungen im Internetbrowser.

Wie kann man seine Daten schützen?


Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, deine Daten zu schützen und die Datenerfassung einzuschränken:

  1. Einschränken der App-Berechtigungen:
    Auf deinem Gerät kannst du festlegen, welche Daten eine App abrufen darf. Du kannst den Zugriff auf deine Standortdaten, Kamera, Kontakte, Mikrofon und andere Berechtigungen einschränken.
  2. Verwenden von „Nicht verfolgen“-Einstellungen in deinem Browser:
    Diese Einstellung sendet eine Anfrage an alle Websites, deine Online-Aktivitäten nicht zu verfolgen. Es sollte jedoch beachtet werden, dass diese Anfragen von Websites ignoriert werden können.
  3. Verwenden verschiedener Browser:
    Wenn du unterschiedliche Browser für verschiedene Aktivitäten verwendest, kann dies helfen, deine Online-Aktivitäten getrennt zu halten und zu verhindern, dass Metas Tracking-Technologie deine gesamte Online-Aktivität erfasst.
  4. Verhindern der Speicherung von Drittanbieter-Cookies:
    Drittanbieter-Cookies können verwendet werden, um deine Online-Aktivitäten auf verschiedenen Websites zu verfolgen. Du kannst die Speicherung dieser Cookies in deinem Browser deaktivieren.
  5. Verwendung von Privatsphäre-Tools:
    Es gibt verschiedene Tools und Browser-Erweiterungen, die dazu beitragen können, deine Online-Aktivitäten zu anonymisieren und deine Privatsphäre zu schützen.
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Fazit


Die neue Datenschutzrichtlinie von Meta zeigt einmal mehr, wie wichtig der Schutz der Privatsphäre und die Kontrolle über die eigenen Daten sind. Es ist wichtig, sich der verschiedenen Methoden bewusst zu sein, mit denen Unternehmen wie Meta Daten sammeln können, und Maßnahmen zu ergreifen, um den Zugriff auf diese Daten einzuschränken und die eigene Privatsphäre zu schützen. Informiert zu bleiben und unsere Daten bestmöglich zu schützen, liegt letztlich in unserer eigenen Verantwortung. Es ist zwar nicht möglich, jede Datenerfassung zu verhindern, aber wir können Maßnahmen ergreifen, um unsere Daten so gut wie möglich zu schützen.


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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)