Nachtrag zum “Hundebordell”: nun auch Schleswig-Holstein?

Autor: Andre Wolf


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Im Kielwasser der Fake-Schlagzeile “Eröffnung des ersten Bordells für Zoophile in Koppenhagen[sic]/Dänemark – Tiere zur Prostitution missbraucht!” (wir haben berichtet) fährt eine abgewandelte Meldung mit, die von einem Hundebordell in Schleswig-Holstein spricht. So wie bei dem Artikel um das dänische Bordell handelt es sich um eine Falschmeldung.

Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen diesen beiden Falschmeldungen: die Statusmeldung um das Bordell in Kopenhagen ist eine Art Fake-News. Wenn auch nicht aus kommerziellem Antrieb, so stellt diese einen pseudoredaktionell erstellten Inhalt dar, der nicht stimmt. Die Meldung um das Hundebordell in Schleswig-Holstein ist da bei Weitem einfacher identifizierbar:

Satire!

Die dazu gehörige Schlagzeile lautet “Erstes Hundebordell in Schleswig-Holstein eröffnet!” und erschien bereits am 28. November 2016 auf der Webseite Chintzy Herald. Hier liest man:

„Wir hätten nicht gedacht, dass schon am ersten Abend so viele kuschelfreudige Hundefreunde aus ganz Europa unser Etablissement besuchen kommen. Einige haben sogar ihre eigenen Vierbeiner mitgebracht, was wir sehr begrüßen, denn viele Jahre haben wir um eine Eröffnung gekämpft, bis endlich der europäische Gerichtshof die Kuschelbedürfnisse von uns Tierfreunden und den Tieren anerkannt hatte.”

Nun ja, der Chintzy Herald ist jetzt nicht ganz unbekannt, sondern eine der häufiger in Erscheinung tretenden Satirewebseiten. So liest man in der Eigenbeschreibung:

Dort liest man:

The Chintzy Herald – Der Geschmacklose Bote

Wir, die Redaktion, verstehen uns als geschmackloses Nachrichtenmagazin im Spannungsfeld der deutschen Presselandschaft. Alles was Sie hier lesen könnte die Wahrheit sein, wenn es keine Satire wäre.

Chintzy kommt im übrigen aus dem Englischen und bedeutet unter anderem “Geschmacklos, kitschig”. Also alle Leserinnen und Leser eine Runde “entpaniken”: weder in Dänemark, noch in Schleswig-Holstein werden Tierbordelle eröffnet.


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