Davor warnt zumindest eine Studie. Denn so lassen sich für Hacker*Innen relativ einfach kritische Hinweise auf Passwörter finden.

Wenn es um das Passwortmanagement geht sind viele von uns doch recht pragmatisch verlanlagt. Irgendwo kommt dann doch der Geburtstag der Schwiegermutter oder der Name des ersten Hamsters unter. Dass das keine besonders sicheren Passwörter sind, ist schon länger klar. Doch laut einer Studie können jene Passwörter leicht ein gefundenes Fressen für Hacker*Innen werden, da diese Infos öfters in Social Media Posts verpackt werden.

Die Internetsicherheits Firma Tessian hat in einer Studie mit dem Titel „How to Hack a Human“ („Wie man einen Menschen hackt“) 4000 Angestellte von Unternehmen und Social Media Nutzer*Innen in der USA und Großbritannien befragt und mit 10 Hacker*Innen gesprochen.

Passwörter über Posts oft einfach zu entlarven

Ganze 90% der Nutzer*Innen posten private Informationen. Na und? Könnte man sich fragen, doch die Studie sendet Warnsignale aus. So veröffentlichen etwa die Hälfte der Nutzer*Innen die Namen ihrer Kinder und veröffentlichen Bilder von ihnen. Und 72% schreiben über Geburtstage. Alles Informationen, die oft Hinweise auf Passwörter sind.

Im Interview mit pressetext warnt Medienpädagogin Barbara Buchegger von Saferinternet: „Bei Passwörtern sind Geburtsdaten oder Namen von Haustieren Klassiker. Sie sind oft mit privaten Details verbunden. Darum ist es unvorsichtig, solche Informationen öffentlich zu machen. Hacker können sich so schnell Zugriff auf Online-Accounts verschaffen.“

Laut der Studie haben 55% ein öffentliches Facebook und zweidrittel sogar ein öffentliches Instagram-Profil. Das macht es für Hacker*Innen noch einfacher über Postings und Bilder weitere Verbindungen zu ziehen und potentielle Opfer zu finden.

Auch für Unternehmen können leicht zugängliche Informationen problematisch sein

Der Fokus auf Angestellte der Studie ist bewusst gewählt. Denn die Preisgabe von persönlichen Daten ist oft nicht nur für Nutzer*Innen persönlich, sondern auch für ihre Arbeitgeber*Innen eine Gefahr, da sie auch potentiell Hinweise auf Passwörter, die für die Arbeit verwendet werden, geben können.

Für Hacker*Innen ist es relativ einfach Betroffene mit einem Unternehmen in Verbindung zu bringen. 93% der Befragten teilen zum Beispiel die Info, wenn und wo sie einen neuen Job gefunden haben.

Die interviewten Hacker*Innen der Studie warnen vor zu unvorsichtig gewählten Passwörtern und offenen Profilen mit allerhand Informationen. Sie erinnern daran, dass es manchmal nur einen „Happy Birthday“-Post auf Social Media braucht, um Zugänge offenzulegen.

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