Vorsicht, wenn ihr eine Mail mit der Nachricht „Generaldirektion Zoll und indirekte Steuern“ erhaltet: Die Absender geben vor, zunächst über die geltenden Zollbestimmungen zu informieren und fordern dann eine Begleichung ausstehender Mehrwertsteuerkosten – über 50 Euro sollen per Paysafecard online bezahlt werden.

Im Anschluss sollt ihr den zugehörigen PIN-Code an eine angegebene E-Mail-Adresse schicken.

Lassen Sie sich nicht verunsichern, sollte die angegebene Sendungsnummer tatsächlich stimmen. Hierbei handelt es sich um einen fiesen Betrugsversuch! Die Zollverwaltung fordert niemals zur Zahlung von Gebühren über anonyme Zahlungsdienstleister wie Paysafecard auf.

Beispiel solch einer E-Mail:

Ihr DHL-Paket: Nr. RR2984065297DE, versandt am 24.05.2022, wird bearbeitet. Damit wir Ihr Paket liefern können, werden dem Importeur die Mehrwertsteuerkosten erneut in Rechnung gestellt.

Nach den geltenden Zollbestimmungen ist jede Einfuhr aus einem Land außerhalb der Europäischen Gemeinschaft mit einem Handelswert von mehr als 22 EUR unabhängig von der Art der Waren steuerpflichtig *.

* Artikel 134-I und II-1 ° des CGI: GESETZ Nr. 2012-1510 vom 03. Mai 2017 – Art. 68 (V) Die Validierung des Paysafecard-Guthabens für die Zahlung von Zollgebühren ist gültig.

Um die Zustellung Ihres Pakets für Ihre Heimatadresse zu ermöglichen, bitten wir Sie, Ihre nicht bezahlten Zollgebühren zu regulieren, indem Sie die folgenden Schritte ausführen, um die Zustellung Ihres Pakets abzuschließen: 

1. Kaufen Sie einen Paysafecard PIN-Code online (50 EUR)
2. Senden Sie den PIN-Code (16 Ziffern) an folgende Adresse:  paysafecard@zoll-otp.de

Grüße, Zoll Kundendienst

Achtung vor der Mail mit "Generaldirektion Zoll und indirekte Steuern"
Achtung vor der Mail mit „Generaldirektion Zoll und indirekte Steuern“

Wie erkennen Sie den Betrug?

  • Unpersönliche Anrede: In beiden E-Mails werden Sie mit „Sehr geehrter Kunde“ angesprochen und nicht mit Ihrem Namen. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass die E-Mail massenhaft und willkürlich verschickt wird.
  • Falsche Absender-Adressen: Die uns bekannten E-Mails werden von Absender-Adressen wie noreply@zoll-post.de oder Zoll-Paket-Dienste@Osterreichischer-Zoll.at versendet. Wenn sie kurz nach dem österreichischen Zoll oder der deutschen Post suchen, wird klar, dass diese E-Mail-Adressen nicht stimmen können. Wenn Sie sich dennoch unsicher sind, kontaktieren Sie die jeweiligen Unternehmen direkt über die Homepage und fragen Sie nach, ob die E-Mail seriös ist.
  • Paysafecard: Wird der Kauf einer Paysafecard verlangt, um Zollgebühren zu bezahlen, können Sie die E-Mail ignorieren. Denn eine solche Forderung ist, äußert untypisch für öffentliche Behörden.

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