Eine Pilzinfektion in Indien, welche in der Nase beginnt, treibt Verschwörungsmythiker zu neuen Höhen: Angeblich steckt man sich durch einen PCR-Test an.

Die Bilder sind nicht schön und deshalb auch bei uns verpixelt: Eine in Indien grassierende Pilzinfektion färbt die Nase erst schwarz, frisst sich dann durch Knochen, Nerven und Blutgefäße, oftmals müssen nicht nur Nase, sondern auch Augen amputiert werden.
Da nun aber beides mit der Nase zu tun hat, wird nun das Gerücht gestreut, der Pilz säße auf den PCR-Tests!

Aufgrund dessen verbreitet sich unter anderem dieses Sharepic, die Bilder stammen von HIER:

Die Pilz-Infektion und der PCR-Test
Die Pilz-Infektion und der PCR-Test

Die Behauptung in dem Sharepic:

„Sie steckten vorher Milliarden Menschen ungetestete ungeprüfte angebliche „PCR-Tests“ tief in die Nase an genau diese Stelle, wo jetzt ein Pilz ausbricht! Lass dich nicht testen, niemand weiss womit sie deinen Test präpariert haben!“

Wir sehen mal davon ab, dass man keinen PCR-Test in die Nase geschoben bekommt, sondern einen speziellen Tupfer – der PCR-Test ist die Untersuchungsmethode für die Probe.

Die Pilz-Erkrankung

Ein Tupfer in der Nase, ein Pilz in der Nase – klar muss es da einen Zusammenhang geben, oder? Dass dann allerdings weltweit und milliardenfach diese Pilz-Erkrankung auftauchen müsste, wird dabei vollkommen unter den Teppich gekehrt – Logik ist nicht unbedingt die Stärke der veganen Kochbuchschreiber und Ex-Schlagersänger unter den Coronaleugnern und Impfgegnern.

Die Pilz-Erkrankung existiert allerdings tatsächlich, und zwar in Indien, und dort vornehmlich unter an COVID-19 erkrankten Personen – ob mit oder ohne PCR-Test, denn der hat damit nichts zu tun!

Bei der sogenannten Mukormykose handelt es sich um eine Infektion mit einer Pilzart, die zusammengefasst zu einer großen Schimmelpilzgruppe namens Mucorales gehören. Viele Brotschimmelpilze zählen dazu, zu einer Infektion kommt es, wenn die Sporen der Pilze eingeatmet werden.

Wo kommen diese Pilze vor?

Im Prinzip weltweit, in Indien allerdings gehäuft: Sie vermehren sich zumeist im Boden, wo sie totes, organisches Material, wie beispielsweise Holz, zersetzen. Die Sporen der Schimmelpilze verbreiten sich durch die Luft; gelangen sie in Wunden, können sie Infektionen verursachen – allerdings geschieht dies sehr selten und eher bei Menschen mit schwachem Immunsystem.

Warum die Häufung in Indien?

Dort spielt tatsächlich die Behandlung von Corona-Erkrankten eine gewichtige Rolle – egal, ob mit oder ohne PCR-Test (denn ansonsten müssten auch negativ Getestete erkranken).

Ein  wirksames Mittel bei einer COVID-19 Erkrankung ist Kortison, welches den Patienten sehr niedrig dosiert und zeitlich begrenzt den Patienten verabreicht wird. Allerdings sollte Kortison nur bei einer schweren und lebensgefährlichen COVID-19 Erkrankung eingesetzt werden (siehe HIER), bei einer nur leichten bis mittleren Erkrankung kann es möglicherweise die Sterblichkeit sogar erhöhen.

Nun treffen zwei Faktoren in Indien zusammen:
Die Angst vor COVID-19 ist groß, und Kortison ist in kleinen Läden frei erhältlich, sodass sich viele Inder quasi selbst behandeln, ohne sich mit der Dosierung auszukennen.

Und da liegt auch das Problem: Kortison unterdrückt die Abwehrreaktionen des Immunsystems (siehe HIER) und steigert den Blutzuckerspiegel. Das Immunsystem wird dadurch also geschwächt: Eine ideale Voraussetzung für eine Infektion mit dem Pilz!

Fassen wir zusammen

  • Der Pilz kommt in Indien häufig vor. Er verbreitet sich durch die Luft und wird eingeatmet (Stichwort: Nase).
  • Insbesondere Menschen mit Diabetes (sehr häufig in Indien) und immunschwache Personen laufen in Gefahr, sich mit dem Pilz zu infizieren
  • Die unkontrollierte Medikation mit Kortison gegen COVID-19 sorgt in Indien dafür, dass der Pilz noch einfacher Menschen infizieren kann
  • Mit den PCR-Tests hat dies jedoch nichts zu tun: Selbst wenn dieser direkt auf einem Tupfer sitzen würde, hätte er keine Chance, wenn das Immunsystem nicht geschwächt ist und der Blutzuckerspiegel auf normalem Niveau ist

Die Behauptung, dass man durch den Tupfer für einen PCR-Test gleichzeitig auch in Gefahr läuft, dass die Nase und die Augen amputiert werden müssen, ist reine Panikmache!

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Weitere Quellen: HNA, Merkur
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