Nachhaltigkeit und Wiederverwertung gewinnen immer mehr an Bedeutung, und somit erscheinen Angebote, die eine nahezu kostenlose Weitergabe von retournierten, aber voll funktionsfähigen Produkten versprechen, auf den ersten Blick als Win-win-Situation. Die Website „produktretter.at“ und ähnliche Plattformen wie „produkttest-anmeldung.com“ oder „retourenheld.io“ nutzen diese positive Wahrnehmung, um eine breite Zielgruppe anzusprechen. Die Attraktivität solcher Angebote ist unbestreitbar: Für maximal 2,99 Euro Versandkosten sollen Kundinnen und Kunden hochwertige Produkte erhalten, die sonst weggeworfen würden. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine tückische Abofalle, die den Verbraucher mehr als nur die geringen Versandkosten kostet.

Verlockende Angebote mit versteckten Kosten

Die Mechanismen, mit denen potenzielle Opfer auf diese Seiten gelockt werden, sind vielfältig und reichen von gesponserten Anzeigen auf Google bis hin zu verführerischen Werbespots auf YouTube. Die Botschaft ist immer ähnlich verlockend: Hochwertige Produkte aus Online-Retouren kostenlos, nur die Versandkosten fallen an. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Die Registrierung auf diesen Seiten ist schnell erledigt, verlangt aber sensible Daten wie Name, Adresse und Bankverbindung. Der entscheidende Schritt in die Abofalle ist oft nur durch das Akzeptieren eines kaum sichtbaren Hinweises im Kleingedruckten erkennbar. Dieser Hinweis besagt in der Regel, dass nach einem kostenlosen Testmonat automatisch ein kostenpflichtiges Abonnement beginnt.

Screenshot der Seite mit den AGBs die zur Abofalle führen / watchlist-internet
Screenshot der Seite „produktretter.at“ mit den AGBs die zur Abofalle führen / watchlist-internet

Das Problem der nicht eingehaltenen Versprechen

Die Erfahrungsberichte enttäuschter Nutzer zeigen ein einheitliches Bild: Die versprochenen Produkte erreichen die Empfänger nie. Die eigentliche Absicht solcher Websites scheint darin zu bestehen, Daten zu sammeln und Abonnements abzuschließen. Besonders beunruhigend ist, dass diese Praktiken nicht auf einzelne Websites beschränkt sind. Eine Reihe von Websites mit ähnlichem Aufbau und ähnlichen Versprechungen konnten bereits identifiziert werden, was auf ein weit verbreitetes Problem hindeutet.

So schützen Sie sich vor Abofallen

Die goldene Regel im Internet lautet: Niemand hat etwas zu verschenken. Angebote, die zu gut klingen, um wahr zu sein, sollten genau geprüft werden. Dazu gehört das Lesen des Kleingedruckten ebenso wie eine kurze Online-Recherche über die Seriosität der jeweiligen Seite. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn persönliche Daten oder gar Kontoinformationen abgefragt werden.

Fragen und Antworten zu „produktretter.at“:

Frage 1: Was macht die Seiten „produktretter.at“ und ähnliche unseriös?
Antwort 1: Die Seiten „produktretter.at“ und ähnliche locken mit kostenlosen oder fast kostenlosen Produkten, verstecken aber im Kleingedruckten eine Abofalle und liefern die versprochenen Produkte nicht.

Frage 2: Wie funktioniert die Abofalle genau?
Antwort 2: Nach einer scheinbar unverbindlichen Anmeldung, bei der persönliche Daten abgefragt werden, entpuppt sich das Angebot im Kleingedruckten als kostenpflichtiges Abonnement.

Frage 3: Wie kann man sich vor solchen Abofallen schützen?
Antwort 3: Indem man die Angebote genau prüft, das Kleingedruckte liest und sich online über den Anbieter informiert, bevor man persönliche Daten preisgibt.

Frage 4: Was tun, wenn man bereits in eine Abofalle getappt ist?
Antwort 4: Man sollte sich mit dem Anbieter in Verbindung setzen, den Abschluss eines Abo-Vertrages bestreiten und das Geld zurückfordern. Zusätzlich kann man seine Bank informieren und weitere rechtliche Schritte prüfen.

Frage 5: Gibt es Anzeichen, die auf eine Abofalle hindeuten?
Antwort 5: Ja, dazu gehören zu günstige Angebote, die Aufforderung zur Eingabe sensibler Daten und versteckte Kosten im Kleingedruckten.

Fazit zu „produktretter.at“ u.ä. Webseiten

Die Versprechungen von Websites wie „produktretter.at“ sind trügerisch und können Verbraucherinnen und Verbraucher in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Es ist wichtig, wachsam zu bleiben und die Angebote genau zu prüfen. Versteckte Kosten, die Aufforderung, persönliche Daten preiszugeben und das Fehlen der versprochenen Produkte sind klare Warnsignale. Im Falle eines Betrugs ist es wichtig, schnell zu handeln und die notwendigen Schritte einzuleiten, um sein Geld zurückzubekommen. Letztlich ist Aufklärung der Schlüssel, um sich und andere vor solchen Betrügereien zu schützen. Erinnern wir uns daran, dass im digitalen Zeitalter Skepsis eine Tugend ist, die uns vor vielen Fallen bewahren kann.

Engagieren Sie sich weiterhin für die Aufklärung über Online-Betrug, indem Sie den Mimikama-Newsletter unter https://www.mimikama.org/mimikama-newsletter/ abonnieren und unsere Online-Vorträge und Workshops unter https://www.mimikama.education/online-vortrag-von-mimikama/ besuchen.

Quelle: watchlist-internet.at

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