Smartphone-Nutzer schauen bei Push-Benachrichtigungen automatisch auf den Bildschirm und erinnern sich oft nicht daran.

Push-Benachrichtigungen haben wenig Einfluss auf die Smartphone-Sucht. Menschen nutzen ihre Handys hauptsächlich ohne eine Aufforderung oder durch Apps. Bei Suchtverhalten schauen sie ohne bestimmten Grund auf den Bildschirm und vergessen oft die Interaktion mit dem Gerät danach sogar völlig. Das zeigt eine Studie der University of London.

„Emotionen mit Gerät verknüpft“

„Je intensiver wir unser Smartphone benutzen, desto mehr Alltagssituationen und Emotionen verknüpfen wir mit der Nutzung unseres Geräts. Beispielsweise greifen viele Menschen beim Warten auf die Straßenbahn, bei Langeweile oder Einsamkeit zum Smartphone, um sich abzulenken.

Push-Benachrichtigungen sind gar nicht mehr nötig, um uns ans Handy zu holen. Der ‚Push‘ kommt sozusagen von innen – wir haben ein suchtähnliches Verhalten entwickelt. Verhaltenstherapie ist dabei das wirkungsvollste Gegenmittel“,

erläutert Autorin und Digital-Detox-Expertin Monika Schmiderer gegenüber pressetext.

[mk_ad]

Die Forscher haben für ihr Experiment 37 Teilnehmer aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich im Alter von durchschnittlich 25 Jahren herangezogen. Die Probanden wurden mit Kameras ausgestattet, die ihre Interaktionen mit Smartphones im Alltag aufnahmen. 1.130 Handy-Nutzungen wurden aufgezeichnet.

Smartphone-Nutzer wie Raucher

89 Prozent der Interaktionen wurden nicht von einer Push-Benachrichtigung ausgelöst. Am häufigsten haben die Probanden ihr Smartphone für WhatsApp konsultiert (22 Prozent). In 17 Prozent der Fälle haben sie nachgeschaut, ob es neue Push-Benachrichtigungen gibt, auf dem dritten Platz lag Instagram mit 16 Prozent der Verwendungen.

In vielen Fällen konnten sich die Teilnehmer nicht einmal an ihre Interaktionen mit dem Smartphone erinnern. Der Prozess läuft laut den Forschern automatisch. Sie vergleichen Smartphone-Nutzer mit Rauchern, die sich aus Gewohnheit eine Zigarette anzünden, ohne weiter darüber nachzudenken.

Das könnte auch interessieren: Google Drive: Vorsicht vor gefälschten Phishing Nachrichten

Quelle: pressetext
Artikelbild: McLittle Stock / Shutterstock


Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:

📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.

Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!

* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)