Quer durch Europa sind Bürgermeister Opfer eines Deepfakes geworden. Die Stadtchefs waren dem Fake aufgesessen, mit Vitali Klitschko, dem Oberbürgermeister von Kiew, per Videoanruf zu konferieren (HIER). Wie berichtet wurde, waren darunter auch die Michael Ludwig (Wien) und Franziska Giffey (Berlin).
Nach eigenen Angaben dürften Vladimir Krasnov und Alexei Stolyarov, die in Russland als Vovan und Lexus bekannt sind, hinter den Videoanrufen bei den Politikern stecken.
Dem ARD-Politmagazin Kontraste gegenüber behauptet Stolyarov sogar, dass es sich nicht um einen Deepfake handle, sondern der Fake leicht gewesen sei. Eine Auswertung von Kontraste geht ebenfalls in die Richtung, dass es sich nicht um ein computergeneriertes Abbild Klitschkos mithilfe künstlicher Intelligenz handelt. Vielmehr scheinen Bildelemente aus einem älteren Interview kopiert, für ein neues Video neu arrangiert und vertont worden zu sein.
Dazu berichtet die Tagesschau:
„Um die Gesprächspartner glaubhaft zu täuschen, habe man sich gut vorbereitet und sogenanntes Social Engineering betrieben. Dabei werden vorhandene Informationen über Personen und deren Umfeld gesammelt und beispielsweise E-Mail-Absender gefälscht, die Adressaten so überzeugt. Die Kunst liegt in der Illusion. ‚Das funktioniert jedes Mal‘, so Stolyarov im Gespräch mit Kontraste. Das Comedy-Duo werde Videoaufzeichnungen aller ‚Scherze‘ ins Netz stellen. Eine erste Veröffentlichung sei für Donnerstag auf einem russischen YouTube-Klon geplant.“
Die Angaben lassen sich durch eine zweite Quelle nicht überprüfen, sondern basieren bislang nur auf den Aussagen von Alexei Stolyarov.
Politisch soll die Aktion laut Stolyarov nicht gewesen sein. Dennoch zeigt sich, dass die Fakes des Komiker-Duos gegen Russland-kritische Personen gerichtet sind. Anfang Juni wurden Krasnov und Stolyarov in Moskau geehrt. Der Preis sei laut ARD von einer Sprecherin des russischen Außenministeriums überreicht worden, die das Komiker-Duo als „Meister der Telefondiplomatie“ mitten im Krieg bezeichnete.
Am Donnerstag will das Duo, wie bei ARD angekündigt, Video-Mitschnitte veröffentlichen.
Quelle: Kleine Zeitung, futurezone, Tagesschau
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