Laut der russischen Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor wurde nun auch Google-News gesperrt, da hier „irreführende Informationen von öffentlichem Interesse über den Verlauf der speziellen Militäroperation in der Ukraine“ veröffentlicht wurden. So berichtet die Agentur Interfax.

Dem voran ging die Verlautbarung, dass der Krieg in der Ukraine eine „Militäroperation“ sei. Begriffe wie „Kriegserklärung“, „Invasion“ oder auch „Angriffskrieg“ nicht in der Berichterstattung verwendet werden dürfen. Es drohen bis zu 15 Jahren Haft.

Google-News ist damit eine von vielen Informationsplattformen, die der Zensur in Russland zum Opfer gefallen ist. Erst vor wenigen Tagen wurden Facebook und Instagram in Russland verboten, da es sich hierbei um „extremistische Organisationen“ handle. Wir berichteten HIER.

Auch Euronews wurde bereits in Russland gesperrt. Die Begründung hier war ebenfalls, dass der Nachrichtensender Falschinformationen verbreiten würde. Wir berichteten HIER.

Zahlreiche Sperren von Medienportalen

Russland scheint nach und nach sämtliche Medienportale „auszuschalten“, indem diese von der Medienaufsichtsbehörde blockiert bzw. gesperrt werden.

So wurden vergangene Woche über 30 Webseiten von russischen oder auch internationalen Medien wie z.B. „permdaily.ru“, „BBC“ oder „Bellingcat“ gesperrt. Auch die russische Zeitung „Nowye Iswestija“, die seit 2016 nur noch als Online-Medium geschalten wurde, wurde mittlerweile gesperrt. Von russischen IP-Adressen nicht mehr erreichbar sind auch mehrere ukrainische Medienseiten sowie ein estnisches Portal, das Nachrichten in russischer Sprache veröffentlicht.

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Quelle: t-online, Interfax

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