Safer Internet Day 2023: Gefahren und Risiken im Netz

Kurz eine Story auf Instagram posten, ein paar Klamotten im Online-Handel bestellen, ein TikTok drehen.

Autor: Tom Wannenmacher

Das Internet ist für die heutige Generation nicht mehr wegzudenken. Junge Menschen sind digital natives, wachsen mit dem Internet auf und kommen täglich damit in Kontakt.

Auch wir beteiligen uns wieder am diesjährigen Safer Internet Day 2023, obwohl jeder Tag bei Mimikama ein „Safer Internet Day“ ist 🙂

Was ist der Safer Internet Day? Am Dienstag, dem 07. Februar 2023 findet zum 20. Mal der internationale Safer Internet Day statt. Das Motto lautete auch dieses Jahr wieder: „Safer Internet Day 2023: Together for a better internet“. Der jährliche Aktionstag wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Safer Internet-Programms organisiert. Über 100 Länder beteiligen sich weltweit am Safer Internet Day, um über eine sichere und verantwortungsvolle Internet- und Handynutzung aufzuklären.

Was gilt es im Netz zu beachten? Welche Gefahren und Risiken gibt es?


  1. Phishing: Versuch, vertrauliche Informationen wie Passwörter, Bankdaten usw. zu stehlen, indem man Benutzer auf gefälschte Websites lockt oder sie dazu verleitet, sensibles Informationen preiszugeben.
  2. Malware: Schädliche Software wie Viren, Würmer, Trojaner usw., die das System oder die Daten beeinträchtigen können.
  3. Cybermobbing: Belästigung, Bedrohungen oder Stalking über das Internet.
  4. Cyber-Grooming: Kontaktaufnahme mit Kindern oder Jugendlichen im Internet mit dem Ziel, sie zu sexuellen Handlungen zu verleiten.
  5. Datenlecks: Unbeabsichtigte Veröffentlichung sensibler Informationen, die zu Identitätsdiebstahl, Datenschutzverletzungen und finanziellen Verlusten führen können.
  6. Scams: Betrug durch unseriöse Angebote oder Forderungen, die den Benutzer ausnutzen oder betrügen.
  7. Online-Spielsucht: Übermäßiger Gebrauch von Online-Spielen, der zu sozialen, beruflichen und gesundheitlichen Problemen führen kann.
  8. Fakenews: Falsche, irreführende oder ungenaue Informationen, die schnell verbreitet werden und Chaos und Verwirrung stiften können.
  9. Kinderpornografie: Verbreitung illegaler und widerwärtiger Inhalte im Internet, die Kinder oder Jugendliche betreffen.
  10. Cyberstalking: Verfolgung oder Bedrohung von Personen über das Internet, oft mit dem Ziel, Angst oder Stress zu verursachen.
  11. Unangemessene Inhalte: Zugang zu unangemessenen oder gefährlichen Inhalten wie extremistischem Material, Gewalt, Pornografie usw.
  12. Online-Shopping-Betrug: Betrug durch unseriöse Online-Händler oder gefälschte Produkte.
  13. Soziale Medien-Sucht: Übermäßiger Gebrauch von sozialen Medien, der zu sozialen, beruflichen und gesundheitlichen Problemen führen kann.
  14. Information Overload: Übermäßige Informationsmenge, die schwer zu verarbeiten ist und zu Stress und Überlastung führen kann.
  15. Cyber-Terrorismus: Nutzung des Internets zur Verbreitung von Angst, Gewalt oder politischen Botschaften.
  16. Online-Identitätsdiebstahl: Diebstahl der Online-Identität einer Person durch Hacker oder Betrüger, oft mit dem Ziel, Schaden anzurichten oder finanzielle Vorteile zu erlangen.
  17. Cyber-Kriminalität: Verbrechen, die über das Internet begangen werden, wie z.B. Diebstahl von Bankdaten, Online-Betrug usw.
  18. Unangemessene Online-Aktivitäten: Online-Aktivitäten, die gegen das Gesetz verstoßen, wie z.B. Filesharing von urheberrechtlich geschütztem Material.
  19. Social Engineering: Manipulation von Personen durch Fälschungen oder Täuschungen, um vertrauliche Informationen zu stehlen oder Schaden anzurichten.
  20. Online-Sucht: Übermäßiger Gebrauch des Internets, der zu sozialen, beruflichen und gesundheitlichen Problemen führen kann.
  21. Online-Reputation: Schaden an der Online-Reputation durch Veröffentlichung unangemessener oder falscher Informationen über eine Person oder ein Unternehmen.
  22. Datenschutzverletzungen: Verletzung des Datenschutzes durch unautorisierte Verwendung oder Weitergabe von Informationen.
  23. Adware und Spyware: Unerwünschte Software, die ohne Wissen des Benutzers auf dem Computer installiert wird und Daten sammelt oder unangemessene Werbung anzeigt.

Tipps zum Safer Internet Day 2023


  1. Verwende starke und einzigartige Passwörter für alle Online-Konten und ändere sie regelmäßig.
  2. Sei vorsichtig mit persönlichen Informationen, die du online teilst, und gib sie nicht an Unbekannte weiter.
  3. Überprüfe die Echtheit von Websites und E-Mails, bevor du auf Links klickst oder Informationen preisgibst.
  4. Verwende eine Firewall und aktualisiere deine Antivirus-Software regelmäßig, um deinen Computer vor Malware zu schützen.
  5. Sei aufmerksam auf ungewöhnliche Anfragen, insbesondere solche, die einen dringenden Handlungsbedarf erfordern.
  6. Vermeide es, vertrauliche Informationen über soziale Medien zu teilen, insbesondere wenn du diese Informationen nicht öffentlich teilen möchtest.
  7. Vermeide es, Fotos oder Informationen zu teilen, die du später bereuen könntest.
  8. Verwende die Privatsphärefunktionen deiner sozialen Medien-Profile, um zu steuern, wer deine Inhalte sehen kann.
  9. Informiere dich über die verschiedenen Arten von Online-Gefahren, damit du sie erkennen und vermeiden kannst.
  10. Überprüfe regelmäßig deine Kreditberichte und Bankkonten, um sicherzustellen, dass keine unautorisierten Aktivitäten stattgefunden haben.
  11. Verwende sichere Netzwerke, wenn du sensible Informationen sendest oder empfängst.
  12. Sei achtsam bei Online-Freundschaftsanfragen von Unbekannten.
  13. Verwende starke Sicherheitseinstellungen auf deinem Smartphone, um deine Daten zu schützen.
  14. Vermeide es, auf Online-Werbung zu klicken, die ungewöhnlich oder verdächtig aussieht.
  15. Überprüfe regelmäßig deine Online-Aktivitäten, um sicherzustellen, dass keine unerwünschten Änderungen vorgenommen wurden.
  16. Verwende zusätzliche Sicherheitseinstellungen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Online-Konten.
  17. Informiere dich über die Gefahren von Online-Spiele und Apps und unterrichte Kinder über sichere Verhaltensweisen.
  18. Vermeide es, auf E-Mails zu antworten, die dich auffordern, deine persönlichen Daten preiszugeben.
  19. Sei besonders vorsichtig beim Herunterladen von Dateien oder Apps von unbekannten Quellen.
  20. Vermeide es, auf Spam-E-Mails zu antworten oder auf Links zu klicken.
  21. Überprüfe die Datenschutzrichtlinien von Websites, bevor du persönliche Informationen preisgibst.
  22. Verwende eine sichere Suchmaschine, um Online-Informationen zu finden.
  23. Sei besonders vorsichtig bei Online-Zahlungen und überprüfe regelmäßig deine Bank- und Kreditkartenaufzeichnungen.
  24. Verwende sichere Netzwerke und Verbindungen, wenn du Online-Einkäufe tätigst.
  25. Überprüfe laufend die Einstellungen deiner sozialen Medien-Profile und stelle sicher, dass du nicht unbeabsichtigt Informationen teilst.
  26. Verwende ausschließlich vertrauenswürdige und sichere Websites, um online zu shoppen.
  27. Vermeide es, persönliche Informationen wie Sozialversicherungsnummern oder Finanzinformationen online zu teilen.
  28. Informiere dich über die neuesten Cyber-Bedrohungen und überprüfe regelmäßig deine Online-Sicherheitseinstellungen.
  29. Verwende starke und einzigartige Passwörter für alle Online-Konten und speichere sie nicht auf deinem Computer oder Smartphone.
  30. Informiere dich über die Gefahren von Phishing und Cybermobbing und lehre Kinder, wie man sicher online agiert.
  31. Überprüfe regelmäßig die Berechtigungen von Apps und verweigere unerwünschten Zugriff auf deine Daten.
  32. Vermeide es, vertrauliche Informationen über öffentliche Wi-Fi-Netzwerke zu teilen.
  33. Überprüfe die URLs von Websites, bevor du auf Links klickst, um sicherzustellen, dass sie vertrauenswürdig sind.
  34. Verwende ein Virtual Private Network (VPN), wenn du sensible Informationen teilen musst.
  35. Informiere dich über die Rechte und Freiheiten im Online-Raum und wie du sie schützen kannst.
  36. Sei besonders vorsichtig bei Online-Freundschaftsanfragen von unbekannten Personen.
  37. Verwende Antiphishing-Erweiterungen für deinen Browser, um dich vor Phishing-Attacken zu schützen.

Dies war eine umfassende Liste der Risiken und Gefahren im Internet. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass neue Bedrohungen und Risiken im Internet ständig auftreten können, und es daher wichtig ist, sich regelmäßig über die neuesten Bedrohungen und Schutzmaßnahmen zu informieren.

Lesen Sie auch: Jugendliche im Fake News Dilemma

Hier noch 10 Tipps, wie man sich gegen Fake News schützen kann

  1. Überprüfe die Quelle: Vergewissere dich, dass die Nachricht von einer seriösen und vertrauenswürdigen Quelle stammt.
  2. Überprüfe die Fakten: Vergleiche die Nachricht mit anderen Quellen und überprüfe die Fakten, um sicherzustellen, dass sie korrekt sind.
  3. Überprüfe die Datumsangabe: Stelle sicher, dass die Nachricht aktuell ist und nicht veraltet.
  4. Überprüfe die Fotos und Videos: Vergewissere dich, dass sie nicht manipuliert oder gefälscht sind.
  5. Überprüfe die Headline: Überprüfe, ob die Überschrift korrekt und angemessen ist und nicht übertrieben oder falsch ist.
  6. Erkundige dich bei Faktencheckern.(Auflistung am Ende des Artikels)
  7. Vermeide Emotionen: Vermeide es, auf Nachrichten emotional zu reagieren, bevor du die Fakten überprüft hast.
  8. Verwende kritischen Sinn: Überprüfe, ob die Nachricht plausibel und logisch ist.
  9. Informiere dich aus verschiedenen Quellen: Vergleiche Nachrichten von verschiedenen Quellen, um ein vollständigeres Bild zu erhalten.
  10. Teile verantwortungsvoll: Verbreite keine Nachrichten, ohne sicherzustellen, dass sie wahr und zuverlässig sind. Informiere stattdessen andere darüber, dass die Nachricht geprüft werden muss, bevor sie weitergegeben werden.

Auflistung deutschsprachiger Faktenchecker

Faktenchecker sind Organisationen oder Initiativen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Fake-News aufzudecken und mit Fakten richtigzustellen. Ein Team aus unabhängigen Journalist:innen prüft fragwürdige Nachrichten, Bilder, Websites oder Videos auf ihren Wahrheitsgehalt und zeigt auf, welche Aussagen oder Informationen falsch oder aus dem Kontext gerissen sind.

Neben uns gibt es noch folgende Faktenchecker: 

Broschüre „Fakt oder Fake?“

Broschüre "Fakt oder Fake?" zum Safer Internet Day 2023
Broschüre „Fakt oder Fake?“ zum Safer Internet Day 2023

Diese anlässlich des Safer Internet Day 2023 veröffentlichte Broschüre: „Wahr oder falsch“ soll Internetnutzer:innen dabei helfen, Falschnachrichten als solche zu enttarnen. Konkret beschäftigt sich die Broschüre mit folgenden Themen:

  • Hoaxes
  • bearbeitete Bilder
  • Deepfakes

Die Broschüre klärt darüber auf, wie Falschmeldungen arbeiten und beispielsweise durch Schlagworte wie „schockierend“ und „Skandal“, Aktualität vorgaukelnde Zeitangaben wie „gestern“ oder „letzten Mittwoch“ oder angebliche Quellen wie „ein ehemaliger Mitarbeiter“ versuchen, die Aufmerksamkeit der Leser:innen zu erlangen. In kurzen und kompakten Tipps zeigt die ISPA Möglichkeiten auf, wie User:innen die Richtigkeit von Online-Meldungen hinterfragen können. So kann die Frage, ob Bilder beispielsweise aus dem Kontext gerissene oder ältere Bilder wiederverwertet wurden, über die umgekehrte Bildersuche schnell gelöst werden. Ebenso können Bild-Metadaten abgefragt werden, die Aufschluss über die Herkunft und den Aufnahmezeitpunkt eines Bildes geben. So genannte „Hoax“-Datenbanken dokumentieren und enttarnen Falschnachrichten, ein Blick in eine solche kann eine Meldung beispielsweise als recycelte Falschmeldung aufdecken.

▶ Download: (PDF) „Fakt oder Fake? Hoaxes, bearbeite Bilder und Deepfakes im Internet“(440,3 KB)
#SID2023AT, #SID2023, #SaferInternetDay
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