Nein, die SARS-CoV2 Test-Kits für Schulen stammen nicht aus einem China-Shop

Ein Moment Ihrer Zeit für die Wahrheit.

In einer Welt voller Fehlinformationen und Fake News ist es unser Auftrag bei Mimikama.org, Ihnen zuverlässige und geprüfte Informationen zu liefern. Tag für Tag arbeiten wir daran, die Flut an Desinformation einzudämmen und Aufklärung zu betreiben. Doch dieser Einsatz für die Wahrheit benötigt nicht nur Hingabe, sondern auch Ressourcen. Heute wenden wir uns an Sie: Wenn Sie die Arbeit schätzen, die wir leisten, und glauben, dass eine gut informierte Gesellschaft für die Demokratie essentiell ist, bitten wir Sie, über eine kleine Unterstützung nachzudenken. Schon mit wenigen Euro können Sie einen Unterschied machen.

Stellen Sie sich vor, jeder, der diese Zeilen liest, würde sich mit einem kleinen Beitrag beteiligen – gemeinsam könnten wir unsere Unabhängigkeit sichern und weiterhin gegen Fehlinformationen ankämpfen.

So kannst Du unterstützen:

PayPal: Für schnelle und einfache Online-Zahlungen.
Steady oder Patreon: für regelmäßige Unterstützung.

Autor: Claudia Spiess

Nein, die Corona Test-Kits für Schulen stammen nicht aus einem China-Shop
Artikelbild: Facebook / Screenshot - Corona Test-Kits für Schulen

Auf Facebook wird gerätselt, ob die SARS-CoV2 Antigen-Tests, die in Österreichs Schulen verwendet werden, in einem China-Shop käuflich erwerbbar sein würden

China-Shops wie „Wish“ haben oftmals den Ruf eines Online-Billig-Kramladens, nun sollen die so wichtigen SARS-CoV2 Test-Kits aus einem solchen stammen? Jedenfalls hat sich jemand dafür interessiert und seine Bedenken dazu auf Facebook geäußert:

Screenshot Facebook Beitrag
Screenshot Facebook Beitrag

Wir haben uns das Posting angesehen. Der hier abgebildete Antigen Rapid Test Kit stammt vom Hersteller „LEPU MEDICAL“, wie man auf dem Foto erkennen kann.

Auf der Webseite des Herstellers findet sich eine Pressemitteilung, in der bestätigt wird, dass rund fünf Millionen Tests für österreichische Schulen zur Verfügung gestellt werden.

Zu den Tests findet man eine Gebrauchsanweisung online, nämlich auf der Webseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Diese Gebrauchsanleitung enthält neben der Info, wie der Test korrekt verwendet wird, auch Angaben zum Hersteller LEPU MEDICAL TECHNOLOGY CO., LTD. in Peking sowie den QR-Code, den wir natürlich gleich mal testeten.

Wohin führt der QR-Code?

Dem Code ist eine URL zur Seite youzan.com hinterlegt. Hierbei handelt es sich um einen WeChat-Shop. „WeChat“ ist in China stark vertreten, fungiert hier als bedeutendster Messenger, bringt allerdings noch weitere Funktionen wie Social Network, das Bezahlsystem „WeChat Pay“, ein Shopsystem etc. mit sich.
Damit ist es auch möglich, die QR-Codes von sämtlichen Produkten zu scannen. Diese werden dadurch im WeChat Einkaufswagen abgelegt und können dann unkompliziert direkt über das Smartphone gekauft werden.

Rufen wir also die URL hinter dem QR-Code der SARS-CoV2-Test Kits auf, gelangen wir zu einer Hinweis-Seite innerhalb des Youzan-Portals. Youzan bietet Kunden die Möglichkeit, eine WeChat-Seite samt Shop und Marketing aufzubauen und zu betreuen.

Hier erhalten wir allerdings eine Hinweisseite:

Screenshot youzan.com
Screenshot youzan.com (Chinesisch / Deutsch)

„Lepu Wisdom 200511 ist geschlossen“. Hier war ein Shop vertreten, der mittlerweile geschlossen wurde. Es handelte sich hierbei um den Shop des Herstellers besagter Antigen Test-Kits.

Fazit

Der QR-Code auf der Verpackung bzw. in der Gebrauchsanleitung zu den SARS-CoV2-Test Kits verweist also nicht auf einen China-Shop mit Produkten von eher minderer Qualität.

Die Aufmachung der Seite mag in Europa eventuell „billig“ oder sogar unseriös wirken, jedoch sind in China WeChat und QR-Codes aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Die SARS-CoV2 Test-Kits, die an Österreichs Schulen verwendet werden, stammen also nicht aus einem billigen China-Onlineshop.

[mk_ad]

Das könnte dich auch interessieren: Kein Hinweis, dass COVID-Impfung unfruchtbar macht

Quellen: LEPU MEDICAL, Hermes Supply Chain Blog
Unterstützen 🤍

FAKE NEWS BEKÄMPFEN

Unterstützen Sie Mimikama, um gemeinsam gegen Fake News vorzugehen und die Demokratie zu stärken. Helfen Sie mit, Fake News zu stoppen!

Mit Deiner Unterstützung via PayPal, Banküberweisung, Steady oder Patreon ermöglichst Du es uns, Falschmeldungen zu entlarven und klare Fakten zu präsentieren. Jeder Beitrag, groß oder klein, macht einen Unterschied. Vielen Dank für Deine Hilfe! ❤️

Mimikama-Webshop

Unser Ziel bei Mimikama ist einfach: Wir kämpfen mit Humor und Scharfsinn gegen Desinformation und Verschwörungstheorien.

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal per Link- oder QR-Scan! Aktiviere die kleine 🔔 und erhalte eine aktuelle News-Übersicht sowie spannende Faktenchecks.

Link: Mimikamas WhatsApp-Kanal

Mimikama WhatsApp-Kanal

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.


2) Einzelne Beiträge (keine Faktenchecks) entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und
wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kämpfe mit uns für ein echtes, faktenbasiertes Internet! Besorgt über Falschmeldungen? Unterstütze Mimikama und hilf uns, Qualität und Vertrauen im digitalen Raum zu fördern. Dein Beitrag, egal in welcher Höhe, hilft uns, weiterhin für eine wahrheitsgetreue Online-Welt zu arbeiten. Unterstütze jetzt und mach einen echten Unterschied! Werde auch Du ein jetzt ein Botschafter von Mimikama

Mehr von Mimikama

Mimikama Workshops & Vorträge: Stark gegen Fake News!

Mit unseren Workshops erleben Sie ein Feuerwerk an Impulsen mit echtem Mehrwert in Medienkompetenz, lernen Fake News und deren Manipulation zu erkennen, schützen sich vor Falschmeldungen und deren Auswirkungen und fördern dabei einen informierten, kritischen und transparenten Umgang mit Informationen.