Nach einer dreimonatigen Pause ist die Malware Emotet wieder aufgetaucht und hat einen neuen Angriffsweg gefunden. Sicherheitsforscher berichten, dass die Malware nun vermehrt über schädliche OneNote-Dateien in E-Mail-Anhängen verbreitet wird. Seit Anfang des Monats haben mehrere Unternehmen und Organisationen von Angriffen berichtet, bei denen diese Malware über diese Methode eingeschleust wurde. Diese Entwicklung wird von Malwarebytes, einem führenden Anbieter von Anti-Malware-Lösungen, bestätigt.

Emotet gilt als eine der gefährlichsten Malware-Arten überhaupt und hat in der Vergangenheit bereits großen Schaden angerichtet. Die Malware wird häufig über Spam-E-Mails mit gefälschten Absendern und infizierten Anhängen verbreitet und gelangt so auf infizierte Computer.

Emotet ist eine Schadsoftware, die seit 2014 ihr Unwesen treibt und immer wieder in verschiedenen Formen auftaucht. Im Jahr 2020 war sie für eine der größten Cyberangriffswellen weltweit verantwortlich. Doch was genau ist Emotet und wie kann man sich vor dieser gefährlichen Malware schützen?

Was ist Emotet?

Emotet ist eine modulare Malware, die es Hackern ermöglicht, Daten zu stehlen und Fernzugriff auf infizierte Computer zu erlangen. Die Malware ist besonders gefährlich, da sie ständig weiterentwickelt wird und immer wieder neue Angriffsmethoden nutzt. Sie verbreitet sich meist über Spam-Mails mit gefälschtem Absender und infizierten Anhängen.

Worauf sollte man achten?

Es ist wichtig, auf verdächtige E-Mails oder Anhänge zu achten, die von unbekannten Absendern stammen oder ungewöhnliche Betreffzeilen oder Anhänge enthalten. Auch bei der Installation von Software und dem Besuch von Webseiten ist Vorsicht geboten, da Emotet auch über Drive-by-Downloads und Schwachstellen in veralteten Softwareversionen verbreitet werden kann.

Was sollten Sie nicht tun?

Wenn Sie verdächtige Aktivitäten auf Ihrem Computer feststellen oder den Verdacht haben, dass Ihr Computer mit Emotet infiziert ist, sollten Sie nichts unternehmen, was die Situation verschlimmern könnte. Klicken Sie nicht auf Links in verdächtigen E-Mails und antworten Sie nicht auf Anhänge. Schalten Sie Ihren Computer aus und wenden Sie sich an einen erfahrenen IT-Sicherheitsexperten, um das Problem zu beheben.

Wie kann man sich schützen?

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um sich vor Emotet und anderen Arten von Malware zu schützen:

  • Halten Sie Ihre Software immer auf dem neuesten Stand und installieren Sie regelmäßig Sicherheitsupdates und Patches.
  • Verwenden Sie eine zuverlässige Antiviren-Software und stellen Sie sicher, dass Ihre Firewall und andere Schutzmaßnahmen aktiviert sind.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Sie E-Mails von unbekannten Absendern oder mit verdächtigen Anhängen öffnen.
  • Klicken Sie nicht auf Links in verdächtigen E-Mails und antworten Sie nicht auf Anhänge.
  • Verwenden Sie starke Passwörter und ändern Sie diese regelmäßig.
  • Erstellen Sie regelmäßig Backups Ihrer Daten, damit Sie im Falle einer Infektion schnell wieder auf Ihre wichtigen Dateien zugreifen können.

Quelle: Malwarebytes

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