Die Glücksritter der Stunde: Verkäufer von Schutzmasken und Desinfektionsmitteln. Das Geschäft mit der Angst.
Der Fall: Facebook auf, Newsstream gescrollt, Werbung für Schutzmasken gesehen. Facebook geschlossen. Aber es geht noch besser: Facebook wieder auf, Newsstream gescrollt, eine andere Werbung für Schutzmasken gesehen. Facebook geschlossen.
Man bemerkt deutlich, dass im Moment massiv Werbung für Schutzmasken auf Social Media Plattformen auftauchen. Das ist spannend, weil diese Werbung manipulativ ist! Denn es liegt gar keine Empfehlung für solche Masken vor, das Robert-Koch-Institut schreibt:
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Hingegen gibt es keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, signifikant verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.
Das jedoch stört Werbetreibende rein gar nicht, im Gegenteil. Die Werbeinserate bauen eine „trotzdem“-Situation auf, man liest Botschaften wie „Lieber haben und nicht brauchen als brauchen und nicht haben“.

Und jetzt stehen wir da. Dort, wo sie nicht benötigt werden, fliegen nun Schutzmasken herum. Weil unter anderem Werbetreibende suggerieren, dass es besser ist, welche zu haben und nicht zu brauchen.
Schutzmasken: Mediziner kritisiert
Das führt jedoch unweigerlich dazu, dass andernorts, wo sie gebraucht werden, Schutzmasken kaum noch verfügbar sind. Ein Scherz? Augenscheinlich nicht!
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Der HNO-Facharzt Dr. Christian Lübbers beschreibt auf Twitter genau diese Situation. Da sich Privatpersonen mit FFP2 Masken eindecken, sind sie für den professionellen Bereich nicht lieferbar. Er schreibt:
Ich hab keine Lust mehr, stundenlang im Internet nach FFP2 Masken zu suchen, um dann trotz „lieferbar“ lauter Absagen per Email zu bekommen.
@jensspahn ich habe für die komplette Praxis noch genau 10 FFP2-Masken. Was soll ich machen?
Ich hab keine Lust mehr, stundenlang im Internet nach FFP2 Masken zu suchen, um dann trotz „lieferbar“ lauter Absagen per Email zu bekommen. @jensspahn ich habe für die komplette Praxis noch genau 10 FFP2-Masken. Was soll ich machen?
— Dr. Christian Lübbers (@drluebbers) March 3, 2020
Kauft also bitte nur das, was ihr wirklich braucht. Das gilt nicht nur für Schutzmasken.
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Artikelbild Schutzmaske von Marko Aliaksandr, Shutterstock.com
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