Faktencheck: Die Herkunft von Sebastian Kurz

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Für alle LeserInnen in Deutschland: In Österreich stehen wieder die großen Wahlen vor der Tür. Am 29. September ist die Nationalratswahl und Sebastian Kurz möchte wieder Kanzler werden.

Die Chancen dazu stehen nicht schlecht, wenn man aktuelle Umfragewerte anschaut. Darin führt die Partei von Sebastian Kurz die Werte an (siehe hier). Doch nicht allein der Ausgang der Wahl ist spannend, sondern auch der Wahlkampf selbst – sowie auch die Reaktionen auf Social Media.

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Diese Reaktionen führen entsprechend immer wieder zu einem Faktencheck bei uns: Stimmt das, was man so liest, sieht, und auch hört? Auf Twitter und Facebook machen beispielsweise im Moment ein Video-Zusammenschnitt zweier Wahlkampfauftritte von Sebastian Kurz die Runde! Darin  lautet es:

Sebastian Kurz sagte in den Videos, welche keine Fakes darstellen, folgendes…

Oktober 2017:
„Ich komme aus Wien, aus dem 12. Bezirk, aus Meidling, einem Arbeiterbezirk.“

September 2019:
„Ich komme ursprünglich aus dem Waldviertel, eine kleine Gemeinde, der Ort, wo ich herkomme, dort gibt es ungefähr hundert Einwohner.“

Hier unser Faktencheck zu Sebastian Kurz:

Geboren wurde Sebastian Kurz am 27.08.1986 in Wien. Kurz verbrachte aber einen Teil seiner Kindheit im Waldviertel, und zwar in Zogelsdorf (Gemeinde Burgschleinitz-Kühnring), woher seine Mutter Elisabeth Kurz stammt. Dies geht aus den Angaben der Biographie hervor, so wie es auch in verschiedenen Medien zitiert wird.

Die WELT schreibt beispielsweise basierend auf der Biographie:

Demnach nahmen Kurz’ Eltern in den 1990er-Jahren eine Familie aus Jugoslawien auf ihrem Hof in einem kleinen Dorf in Niederösterreich auf.

Ebenso greift die PRESSE diesen Aspekt auf und beschreibt anhand der Angaben der Biographie:

Man erfährt, dass der Kanzler als Baby quicklebendig war, dass er einmal einen Zwergziegenbock von den Nachbarn auf den Bauernhof der Großeltern in Zogelsdorf brachte und dass er als Sechsjähriger mit dem Flüchtlingsmädchen spielte, das die Familie auf ebenjenem Bauernhof aufgenommen hatte.

Dennoch dürfte Kurz spätestens 1992 nicht mehr im Waldviertel gewohnt haben, denn die Volksschule, die Kurz von 1992–1996 besuchte, war in Wien-Liesing und das Gymnasium, in das er von 1996–2004 ging, war in Wien-Meidling. Insofern kann man davon ausgehen, dass er zwischen 1992 und 2004 durchgehend in Wien gewohnt hat.

Quellen:

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