Shitstorm um Anke Engelkes Kinderbuch

Ein modernes Märchen stiftet Unruhe

Autor: Hildegard O.

Mit ihrer Neuinterpretation des Kinderbuchklassikers „Die Häschenschule“ hat Anke Engelke in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten oft hitzig und polarisierend geführt werden, für Aufsehen gesorgt. Die Schauspielerin und Komikerin verwandelt die altbekannte Geschichte in eine Erzählung, die moderne Themen wie Veganismus und Umweltschutz aufgreift, aber auch kritische Stimmen zu Wort kommen lässt. Engelkes Version, in der ein veganer Fuchs und die Hasen gegen die als negativ dargestellten Bauern antreten, spiegelt nicht nur den Zeitgeist, sondern auch die Komplexität gesellschaftlicher Diskurse wider.

Klassiker neu gedacht

Die „Häschenschule“ erschien ursprünglich 1924 und erzählt von den Abenteuern kleiner Häschen, die lernen, sich in der Natur zurechtzufinden. Fast ein Jahrhundert später greift Engelke dieses Erbe auf und fügt ihm eine zeitgemäße Wendung hinzu: Ein Fuchs, der lieber Möhren knabbert als Hasen zu jagen, tritt auf den Plan. Diese Neuerung soll vor allem Kinder für Themen wie Tierrechte und nachhaltige Lebensweisen sensibilisieren.

Kontroverse um die Darstellung der Bauern

Vor allem an der Darstellung der Bauern entzündet sich die Kontroverse. Während die Originalgeschichte die Gefahren der Natur und die Bedeutung von Fleiß und Umsicht betont, setzt Engelkes Adaption auf die Gegenüberstellung von „guten“ Veganern und „bösen“ Bauern. Landwirte fühlen sich durch diese Schwarz-Weiß-Malerei in ein schlechtes Licht gerückt und beklagen eine Vereinfachung, die der Realität der landwirtschaftlichen Arbeit nicht gerecht wird. Die Darstellung in „Die neue Häschenschule“ löst daher nicht nur in landwirtschaftlichen Kreisen, sondern auch in sozialen Medien und auf Bewertungsplattformen wie Amazon heftige Reaktionen aus.

Screenshot Amazon-Bewertung
Screenshot Amazon-Bewertung
Screenshot Amazon-Bewertung
Screenshot Amazon-Bewertung

Engelkes Reflexion und Reaktion

Engelke selbst äußert sich in einem Interview nachdenklich über die entstandene Debatte. Sie betont, dass die Entscheidung, die Bauern als Antagonisten darzustellen, vor allem erzählerischen Zwecken diene und nicht als pauschale Kritik an der Landwirtschaft zu verstehen sei. Dennoch bleibt die Frage offen, inwieweit Kinderbücher als Medium für komplexe gesellschaftliche Diskurse dienen können oder sollen, ohne dabei auf Vereinfachungen zurückzugreifen, die bestimmte Berufsgruppen oder Lebensweisen diskreditieren.

Fragen und Antworten zur Kinderbuch-Kontroverse:

Frage 1: Was ist der Hauptkonflikt in „Die neue Häschenschule“?
Antwort 1: Der Hauptkonflikt entsteht zwischen den positiv dargestellten Figuren (den Hasen und einem veganen Fuchs) und den Bauern, die als schädlich für die Umwelt gezeichnet werden.

Frage 2: Wie reagieren Landwirte auf das Kinderbuch?
Antwort 2: Viele Landwirte kritisieren die Darstellung als unfair und einseitig, da sie ihrer Meinung nach ein negatives und verzerrtes Bild der Landwirtschaft vermittelt.

Frage 3: Hat Anke Engelke die Kritik erwartet?
Antwort 3: Engelke äußerte, dass sie sich der potenziellen Kontroverse bewusst war und selbst mit der Darstellung gehadert habe.

Frage 4: Welche Botschaft vermittelt das Kinderbuch?
Antwort 4: Das Kinderbuch möchte auf Themen wie Veganismus und Umweltschutz aufmerksam machen und setzt sich für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Spezies ein.

Frage 5: Wie wurde das Kinderbuch von der Öffentlichkeit aufgenommen?
Antwort 5: Während das Buch aufgrund seiner Thematik und modernen Botschaft einige positive Reaktionen erhielt, überwiegen besonders in den sozialen Medien und bei Amazon-Rezensionen die negativen Kritiken.

Fazit

„Die neue Häschenschule“ von Anke Engelke illustriert eindrucksvoll, wie schwierig es ist, aktuelle gesellschaftliche Themen in Kinderbüchern zu behandeln, ohne dabei Kontroversen zu entfachen. Die polarisierende Darstellung der Bauern hat eine breite Debatte über die Rolle der Landwirtschaft und den Wert veganer Lebensweisen ausgelöst. Dieser Disput zeigt, dass Kinderliteratur nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen und Diskussionen provozieren kann.

Trotz der Kritik bietet das Kinderbuch eine Plattform, um wichtige Gespräche über Nachhaltigkeit, Tierrechte und die Vielschichtigkeit menschlichen Handelns zu führen. Es lädt Leserinnen und Leser ein, über die Konsequenzen unserer Lebens- und Ernährungsweisen nachzudenken und regt zu einem respektvollen Dialog an.

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