Über die neue Funktion „Snap Map“ können dich deine Freunde überwachen! Wir erklären, wie du das verhinderst.

Wie unser Kooperationspartner checked4you berichtet, soll es sich bei der neuen Funktion um eine Art Echtzeit-Überwachung handeln.  Wie findest du heraus, wo deine Freunde gerade sind? Du könntest sie anrufen. Okay, altmodisch. Schreib ihnen ’ne Nachricht. Nee, dauert zu lange, bis sie sie lesen und antworten. Gut, dass Snapchat jetzt eine neue Funktion hat: „Snap Map“. Wischst du auf dem Startscreen der App mit zwei Fingern von den Displayrändern in die Mitte, öffnet sich eine Karte und du kannst sehen, wo du bist. Und dir wird angezeigt, wo deine Snapchat-Kontakte sind.

Tolle Sache? Finden wir gar nicht! Denn es ermöglicht praktisch Echtzeit-Überwachung, wenn man als Nutzer nachlässig ist. Ein Traum für jeden Stalker!

Funktion muss erst aktiviert werden

Zunächst mal ist es gut, dass die Funktion derzeit nicht von selbst aktiv ist. Du musst sie erst mal freischalten. Dabei legst du fest, wer deinen Standort zu sehen bekommt: Nur du (Geistermodus), alle deine Freunde oder ausgewählte Freunde, die du selbst bestimmst. Wenn du also nur mal sehen willst, was in deiner Gegend passiert und wer eine Story snapt, ist der Geistermodus eine gute Einstellung.

Aber: Schaltest du ihn aus, weil du z.B. nur mal kurz deinen Freunden mitteilen willst, wo du bist, sendet Snapchat fortan beinahe in Echtzeit deinen Aufenthaltsort – jedenfalls solange du die App offen hast. Alle 30 Sekunden wird dein Standort dann aktualisiert und Freunden, die ihre „Snap Map“ öffnen, so aktuell wie möglich angezeigt. Deine Position wird dabei sehr genau erfasst, wie unsere Screenshots links zeigen. Zoomt man so weit wie möglich in die Karte hinein, kann man sogar das Haus erkennen, an oder in dem du dich gerade befindest.

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Acht Stunden auf der Karte sichtbar

Dem Online-Magazin „The Verge“ sagte ein Snap-Sprecher, dass Standorte von Snapchat-Kontakten längstens 8 Stunden angezeigt werden – sofern sie nicht zwischenzeitlich aktualisiert werden. Das passiert spätestens dann, wenn man die App wieder öffnet.

Snap darf nach seinen Nutzungsbedingungen mit deiner Zustimmung zahlreiche Daten von dir sammeln und auch in Verbindung mit Werbung verwenden – insbesondere die Standortdaten. Hier erfährst du mehr über Snaps Nutzungsbedingungen und Datenschutz. Deine Zustimmung erteilst du scheinbar schon durch das Verwenden der Snap Map.

Wie lange Snapchat deine Standorte auf seinen Servern genau speichert, bleib uns unklar. Wenn du also den Dienst gar nicht nutzen möchtest (oder nach einem Test nicht mehr nutzen möchtest), solltest du in den Einstellungen deines Betriebssystems der App das Recht auf Standort-Zugriff entziehen (s. Kasten unten). Denn in Snapchat selbst kannst du das Senden deines Standorts nicht mehr abschalten, wenn du es einmal aktiviert hast. Dort bleibt dir nur der Geistermodus, durch den zwar deine Freunde keine Info zu deinem Aufenthaltsort erhalten, aber weiterhin Snap Inc. als Betreiber der App.

Standort-Zugriff für Snapchat sperren

Android: Öffne die Einstellungen (in der Regel am oberen Bildschirmrand die Statusleiste nach unten wischen und oben rechts aufs Zahnrad tippen). Suche den Menüpunkt „Apps“ und öffne ihn. Wähle „Alle Apps“ und tippe auf „Snapchat“. Tippe dann auf „Berechtigungen“ und abschließend auf „Standort“. Erhältst du einen Hinweis, dass die App für ältere Android-Versionen konzipiert wurde, bestätige mit „Trotzdem ablehnen“.

iOS: Öffne die Einstellungen auf dem Homescreen und tippe auf den Menüpunkt „Datenschutz“, dann auf „Ortungsdienste“ und dort auf „Snapchat“. Du kannst auswählen, ob die App nur dann deinen Standort erfahren darf, wenn sie aktiv ist oder nie.

Quelle: checked4you


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