Der Wehrmachtssoldat mit dem Handy

Ein Moment Ihrer Zeit für die Wahrheit.

In einer Welt voller Fehlinformationen und Fake News ist es unser Auftrag bei Mimikama.org, Ihnen zuverlässige und geprüfte Informationen zu liefern. Tag für Tag arbeiten wir daran, die Flut an Desinformation einzudämmen und Aufklärung zu betreiben. Doch dieser Einsatz für die Wahrheit benötigt nicht nur Hingabe, sondern auch Ressourcen. Heute wenden wir uns an Sie: Wenn Sie die Arbeit schätzen, die wir leisten, und glauben, dass eine gut informierte Gesellschaft für die Demokratie essentiell ist, bitten wir Sie, über eine kleine Unterstützung nachzudenken. Schon mit wenigen Euro können Sie einen Unterschied machen.

Stellen Sie sich vor, jeder, der diese Zeilen liest, würde sich mit einem kleinen Beitrag beteiligen – gemeinsam könnten wir unsere Unabhängigkeit sichern und weiterhin gegen Fehlinformationen ankämpfen.

So kannst Du unterstützen:

PayPal: Für schnelle und einfache Online-Zahlungen.
Steady oder Patreon: für regelmäßige Unterstützung.

Autor: Ralf Nowotny

Wenn man als Zeitreisender seine Erlebnisse dokumentieren will, ist eines ganz wichtig: Das Smartphone nicht vergessen!

Ein Foto soll angeblich beweisen, dass Wehrmachtssoldaten bereits Smartphones hatten. Doch manchen Seiten ist sogar die Zeitreise-Theorie zu verrückt, sie behaupten stattdessen, dass die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg geheime unterirdische Labore fanden, in denen die Nazis an fortschrittlicher Technologie forschten, was dieses Foto auch beweisen soll.

MIMIKAMA
Screenshot: mimikama.org

Woher stammt das Foto?

Das Problem bei Fotos auf Facebook ist, dass Bilder, die dort hochgeladen werden, komprimiert sind und somit sämtliche Metadaten verlorengehen, aus denen man rauslesen könnte, wann und wo ein Foto geschossen wurde. Doch glücklicherweise posteten auch andere Seiten das Bild, und da kann man schon ein wenig mehr ersehen, was dahintersteckt.

So fand die italienische Seite „open.online“ heraus, dass das Bild erstmals am 3. Dezember 2016 von Richard Tanton auf „Flickr“ gepostet wurde. Dieses Bild kann man nun als Grundlage für die Quellenforschung betreiben!
Mit der URL des Originalbildes (https://live.staticflickr.com/7059/27341797601_646c70d641_b.jpg) und „Jeffrey’s Image Metadata Viewer“ finden sich doch schon gleich interessante Informationen zu dem Bild:

MIMIKAMA
Screenshot: mimikama.org

Demnach wurde das Bild mit einer Canon EOS 70D aufgenommen, einer digitalen Spiegelreflexkamera, die im August 2013 auf den Markt kam.
Zudem stammt die Aufnahme vom 29. Mai 2016, die zu dem Bild hinterlegten Keywords sind noch interessanter: Film Set, Podskalska, Prague.

[mk_ad]

Es handelt sich also anscheinend um eine Aufnahme von einem Filmdreh, welcher im Mai 2016 in Podskalska, einem Stadtteil Prags, stattfand.

Zudem scheint das Foto aber noch zusätzlich bearbeitet worden zu sein, und auch dabei hilft uns ein Online-Tool!

MIMIKAMA
Screenshot: mimikama.org

Die forensische Analyse zeigte zwar, dass der Soldat auch auf dem Originalfoto bereits das Handy in der Hand hatte, es wurde aber am 2. Juni 2016 mit „Adobe Photoshop CC 2015“ auf alt getrimmt.

Mittels „Google Street View“ findet sich auch die Straße, in der die Aufnahme höchstwahrscheinlich gemacht wurde:

MIMIKAMA
Screenshot: mimikama.org

Und welcher Film wurde da gedreht?

Der wahrscheinlichste Kandidat dafür ist der Film „Die Macht des Bösen„. Die Handlung des Films:

„Während die deutschen Faschisten ihre Grenzen erweitern und Europa von Grund auf niederbrennen, bereiten sich zwei mutige Tschechen des Widerstandes auf eine Selbstmordmission vor, um Reinhard Heydrich, den abscheulichen Kopf hinter der „Endlösung“, zu ermorden.“

Laut der „Internet Movie Database“ fanden Teile der Dreharbeiten 2016 in Prag statt.

Fazit

Weder ein Zeitreisender, noch geheime Nazi-Technologie, sondern einfach nur ein Schauspieler, der während einer Drehpause vielleicht seinen Facebook-Status aktualisierte oder eine WhatsApp-Nachricht schrieb. Oder MEINcraft spielte.

Unterstützen 🤍

FAKE NEWS BEKÄMPFEN

Unterstützen Sie Mimikama, um gemeinsam gegen Fake News vorzugehen und die Demokratie zu stärken. Helfen Sie mit, Fake News zu stoppen!

Mit Deiner Unterstützung via PayPal, Banküberweisung, Steady oder Patreon ermöglichst Du es uns, Falschmeldungen zu entlarven und klare Fakten zu präsentieren. Jeder Beitrag, groß oder klein, macht einen Unterschied. Vielen Dank für Deine Hilfe! ❤️

Mimikama-Webshop

Unser Ziel bei Mimikama ist einfach: Wir kämpfen mit Humor und Scharfsinn gegen Desinformation und Verschwörungstheorien.

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal per Link- oder QR-Scan! Aktiviere die kleine 🔔 und erhalte eine aktuelle News-Übersicht sowie spannende Faktenchecks.

Link: Mimikamas WhatsApp-Kanal

Mimikama WhatsApp-Kanal

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.


2) Einzelne Beiträge (keine Faktenchecks) entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und
wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kämpfe mit uns für ein echtes, faktenbasiertes Internet! Besorgt über Falschmeldungen? Unterstütze Mimikama und hilf uns, Qualität und Vertrauen im digitalen Raum zu fördern. Dein Beitrag, egal in welcher Höhe, hilft uns, weiterhin für eine wahrheitsgetreue Online-Welt zu arbeiten. Unterstütze jetzt und mach einen echten Unterschied! Werde auch Du ein jetzt ein Botschafter von Mimikama

Mehr von Mimikama

Mimikama Workshops & Vorträge: Stark gegen Fake News!

Mit unseren Workshops erleben Sie ein Feuerwerk an Impulsen mit echtem Mehrwert in Medienkompetenz, lernen Fake News und deren Manipulation zu erkennen, schützen sich vor Falschmeldungen und deren Auswirkungen und fördern dabei einen informierten, kritischen und transparenten Umgang mit Informationen.