Supershots liegen im Trend. Beim Thema Gesundheit sind Verbraucherauch bereit, mehr Geld auszugeben. Das kleine Fläschchen Fruchtsaft kostet zwischen 0,54 Euro und 4,98 Euro pro 100 Milliliter. Rechnet man das auf den Literpreis hoch, wären es fast 50 Euro für das Trendprodukt.

Supershot von Hohes C

Marktführer hohes C vertreibt einen Supershot, der aus Orange, Mango, Kurkuma-Extrakt und Madagaskar-Ingwer besteht. Hauptzutat ist Apfelsaft. Dr. Britta Schautz, Ernährungswissenschaftlerin von der Verbraucherzentrale Berlin, erklärt, dass es keine klaren Vorgaben darüber gebe, wie viel von den Zutaten enthalten sein muss, mit denen man wirbt.

Bio Ingwershot der Marke FÜR

Der Supershot besteht sogar aus 78 Prozent Apfelsaft. Die Begründung des Herstellers Voelkel: Ein Shot mit beispielsweise 50 Prozent Anteil Ingwersaft wäre ungenießbar. Dr. Britta Schautz sieht das anders, denn der Hersteller verkauft auch reinen Ingwersaft – ein guter Weg für den Hersteller, um Geld zu sparen.

Ingwershot von True Fruits

Dieser Shot besteht neben 41 Prozent Apfelsaft auch noch zu acht Prozent aus Agavendicksaft. Agavendicksaft ist nur eine andere Form von Zucker und wirkt im Körper fast identisch wie dieser. Da im Shot 13 Gramm enthalten sind, würde man mehr als vier Stück Würfelzucker trinken.

Ingwerknolle mit guten Inhaltsstoffen

Die Ingwerknolle enthält viele gute Inhaltsstoffe wie Scharfstoffe, ätherische Öle, Vitamin C und Mineralstoffe. Sie ist eine Heilpflanze, die zum Beispiel bei Reisekrankheit, Übelkeit oder Erbrechen hilft. Doch beworben wird sie für gesunde Leute als abwehrsteigernd. Dr. Rainer Stange, leitender Arzt der Abteilung für Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin und der Charité, erklärt, dass es dafür bisher keine Beweise gäbe. Die Immunwirkung ist also fraglich.

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Fazit

Die kleinen Fläschchen halten nicht ganz das, was sie versprechen. Auch wenn sie sehr teuer sind, die Nachfrage ist trotzdem groß.

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Dieses Video ist eine Auskopplung aus der Sendung vom 18. Oktober 2022: https://youtu.be/k6E5S9-Uhds

Quelle:

SWR Marktcheck, Autorin: Nicole Probst

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