Die Drei-Schluchten-Talsperre in China durch herabstürzende Raketenteile deformiert?

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Autor: Andre Wolf

Artikelbild: Wikipedia / Christoph Filnkößl - Eigenes Werk / Drei-Schluchten-Talsperre Hauptwall 2006
Artikelbild: Wikipedia / Christoph Filnkößl - Eigenes Werk / Drei-Schluchten-Talsperre Hauptwall 2006

In der letzten Zeit ist die Drei-Schluchten-Talsperre in China auf Social Media immer wieder ins Gespräch gekommen.

Steht die Talsperre mit dem weltgrößten Wasserkraftwerk, die Drei-Schluchten-Talsperre in China, wirklich kurz vor dem Kollaps? Ist sie deformiert oder wurde sie durch herabstürzende Raketenteile beschädigt?

Viele Menschen auf Social Media sind verunsichert und zeigen Fotos der gewölbten Talsperre. Dabei kann es hier und da schon mal zu einem kleine durcheinander kommen. Mal ist von einer Deformation der Drei-Schluchten-Talsperre die Rede, dann wieder von Raketenteilen, die sie bedrohen. Schauen wir daher ein wenig genauer hin, um was es geht.

Faktencheck Drei-Schluchten-Talsperre deformiert?

Einerseits taucht immer wieder ein Vergleichsfoto auf, auf dem die Sperre einerseits in ihrer Ursprungsversion abgebildet ist und darunter zum Vergleich ein Bild von 2018 zu sehen ist. Auf dem Foto sind Wölbungen des Sperrwerks zu erkennen.

Diese Wölbungen werden zumeist dahingehend interpretiert, dass die Talsperre die großen Wassermassen nicht mehr halten könne und dementsprechend sich deformiert hat. An diesen Stellen wird auch ausgesagt, dass der Damm kurz vor seinem Zusammenbruch stehen würde.

Drei-Schluchten-Talsperre: Screenshot Facebook
Drei-Schluchten-Talsperre: Screenshot Facebook

Das wäre natürlich eine Riesenkatastrophe. Doch diese Wölbungen existieren tatsächlich nur auf dem Foto. In Wirklichkeit ist der Damm nicht deformiert. Die Lösung liegt im Satellitenfoto selbst.

Die Webseite des Staatssenders „China Radio International“ hat sich bereits zu diesem Foto mit den Wölbungen geäußert. Auf dieser Webseite wird ein Tweet zur Erklärung zitiert:

„Bei privaten Fotos mit Hilfe von Satelliten gibt es öfter solche Probleme infolge des Winkels zwischen dem Damm, dem Boden und dem Satelliten. Die meisten Fotos wurden nicht genau mittig über dem Objekt gemacht und zehn Meter ist auch eine übliche zulässige Abweichung bei der zivilen Nutzung von Satelliten. Guck mal auf Google-Map die Staumauer Itaipu an der Grenze zwischen Paraguay und Brasilien an! Deren Satellitenbild ist auch etwas schief gelaufen.“

Tatsächlich stimmt diese Aussage. Der Damm wirkt ebenfalls stark gewölbt (hier der Link). Gleichzeitig existiert auf Google Maps auch eine aktuelle Version eines Satellitenbildes der Drei-Schluchten-Talsperre. Dieses Bild von 2021 zeigt, dass es keine Wölbungen gibt (vergleiche).

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Talsperre durch Raketenteile beschädigt?

Zu diesem Bild wird teilweise auch in zu gedichtet, dass die Sperre durch herabfallende Raketenteile beschädigt worden ist. Es geht dabei um die Raketenteile der jüngst abgestürzten chinesischen Rakete (wir haben berichtet). Doch auch das ist nicht der Fall. Es gibt keinerlei aktuellen Medienberichte, die von irgendeinen Schaden am Damm durch herabstürzende Raketenteile berichten. Der Absturzort dürfte sich im Indischen Ozean befunden haben.

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