Mimikama gibt Tipps gegen Propaganda und Desinformation

Autor: Andre Wolf

Verstärkt Desinformation und Propaganda auf Social Media seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Menschen sind zunehmend verunsichert.

Wien (Mimikama/28.02.2022) – Auch auf Social Media machen sich die Auswirkungen des Krieges bemerkbar. Die weltweit bekannte Aussage „Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit“ gilt ebenso innerhalb der Informationsvielfalt auf Social Media. Umso wichtiger ist es, nicht einfach nur Propaganda und Desinformation zu erkennen, sondern auch deren Mechanismen zu verstehen. Hierzu gibt Mimikama, Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch, Tipps und Informationen
Social Media begünstigt die schnelle Verbreitung von Informationen, gleichzeitig gibt es kaum eine Filterfunktion, die vor Falschmeldungen oder Propaganda schützt. Diese Funktion liegt am Ende bei den Leserinnen und Lesern selbst. „Es ist eine Mischung aus Debunking und Prebunking, die in diesem Falle wichtig ist“, sagt Andre Wolf, Pressesprecher Mimikama. „Unter Debunking verstehen wir das klassische Entlarven vorhandener Falschmeldungen, das Prebunking ist hingegen die Fähigkeit, bereits im Vorfeld Desinformation zu erkennen.“
Desinformation und Propaganda setzen bei ihrer Verbreitung auf Emotionen wie Angst. Dementsprechend ist es wichtig, mit unbekannten und verängstigenden Inhalten umgehen zu können. Denn nicht jede Informationsquelle ist so vertrauenswürdig, wie sie den Anschein macht. In erster Linie helfen bereits Basistipps:

  • Entschleunigung. Bei der Fülle an Informationen ist ein bewusster und verlangsamter Konsum von Informationen sinnvoll.
  • Quellen prüfen. Wer steckt hinter Informationen? Ist die Quelle seriös und transparent nachvollziehbar?
  • Unterschiede des Informationscharakters bestimmen. Es ist wichtig, zwischen geäußerter Meinung und Informationen zu unterscheiden
  • Inhalte prüfen, bevor man sie selbst auf Social Media verbreitet

Informationen vergleichen kann Propaganda entlarven!

Der richtige Umgang mit Suchmaschinen und der Vergleich von Informationen kann dazu beitragen, Desinformation und Propaganda zu entlarven. „Die Frage ist, wer schreibt noch über genau dieses Thema und wie wird an der Stelle berichtet“, so Wolf. „Stark dramatisierte Inhalte oder eine einseitige Berichterstattung gelten grundsätzlich als problematisch.“
Mimikama arbeitet hierzu auf internationaler Ebene in dem europäischen Netzwerk EDMO. Dieses Netzwerk zielt darauf, Desinformationen zu bekämpfen und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Demokratie sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zu analysieren. Mimikama und EDMO haben entsprechend seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine eine Übersicht zu den häufigsten viralen Falschmeldungen und Desinformationen veröffentlicht.

Presseinformationen

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