Facebook: Lass dich tracken, damit Facebook kostenlos bleibt!

Autor: Annika Hommer

Facebook: Lass dich tracken, damit Facebook kostenlos bleibt!
Artikelbild: Shutterstock / Von elenabsl

Seit Jahren betont Facebook-Chef Mark Zuckerberg, dass Facebook immer kostenlos bleiben solle.

Mit der neuen Apple App Tracking Transparency erscheint für iOS-User bei Facebook und Instagram nun ein Hinweis, der sich allerdings anders anhört. Ist das nur eine leere Drohung?

Warnung vor der neuen iOS-version

Mit der neuen iOS-Version 14.5 ist die sogenannte App Tracking Transparency (ATT) aktiviert worden. Diese Neuerung wurde im vergangenen Jahr eingeführt und verpflichtet iOS-Apps dazu, User explizit davor warnen zu müssen, sollten sie getrackt und diese Daten an Werbetreibende weitergegeben werden. Anders als die Nutzer sind Online-Werbetreibende alles andere als begeistert davon. Facebook prangert an, dass Apple seine Marktmacht insbesondere zum Nachteil kleinerer Unternehmen ausnutze.

Facebook setzt eigene Nutzer unter Druck

Zwar muss auch Facebook sich an die ATT halten, setzt dies allerdings auf eine recht spezielle Art um: Öffnen iOS-User nun Facebook oder Instagram, erscheint dort der Hinweis „Help keep Facebook/Instagram free of charge“ (dt. „Helfen Sie, damit Facebook/Instagram kostenlos bleibt“).

Um also für die Erlaubnis zum Tracking zu werben, setzt der Social Media-Konzern die eigenen Nutzer unter Druck. Dabei bestand Zuckerberg in der Vergangenheit immer darauf, dass es stets eine kostenlose Facebook-Version geben werde. Bislang liege die Tracking-Zustimmungsrate laut der Analysefirma Branch Metrics bei insgesamt nur vier Prozent.

Sollte Facebook es tatsächlich in Erwägung ziehen, das Netzwerk zahlungspflichtig zu machen, wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dadurch einen erheblichen Teil der Nutzer und damit enorme finanzielle Einbußen in Kauf zu nehmen – wohl mehr als durch die ATT selbst. Im Gegensatz zu Facebook nahm beispielsweise Google die Einführung der Apple-Neuerung kommentarlos hin.

In der Branche heißt es, dass insbesondere große Unternehmen langfristig von der ATT profitierten, weswegen viele sich über das Vorgehen Facebooks wundern. Im Nachteil seien dabei eher die kleinen Werbeanbieter ohne direkte Datenquellen. Die Social Media-Riesen Facebook, Google, Apple und Co. hingegen erhalten von ihren Nutzern selbst enorme Datenmengen, die genutzt werden können.

[mk_ad]

Quelle: derStandard.at
Auch interessant:
Nein, Hillary Clinton wurde nicht hingerichtet!
Unterstützen 🤍

FAKE NEWS BEKÄMPFEN

Unterstützen Sie Mimikama, um gemeinsam gegen Fake News vorzugehen und die Demokratie zu stärken. Helfen Sie mit, Fake News zu stoppen!

Mit Deiner Unterstützung via PayPal, Banküberweisung, Steady oder Patreon ermöglichst Du es uns, Falschmeldungen zu entlarven und klare Fakten zu präsentieren. Jeder Beitrag, groß oder klein, macht einen Unterschied. Vielen Dank für Deine Hilfe! ❤️

Mimikama-Webshop

Unser Ziel bei Mimikama ist einfach: Wir kämpfen mit Humor und Scharfsinn gegen Desinformation und Verschwörungstheorien.

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal per Link- oder QR-Scan! Aktiviere die kleine 🔔 und erhalte eine aktuelle News-Übersicht sowie spannende Faktenchecks.

Link: Mimikamas WhatsApp-Kanal

Mimikama WhatsApp-Kanal

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.


2) Einzelne Beiträge (keine Faktenchecks) entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und
wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kämpfe mit uns für ein echtes, faktenbasiertes Internet! Besorgt über Falschmeldungen? Unterstütze Mimikama und hilf uns, Qualität und Vertrauen im digitalen Raum zu fördern. Dein Beitrag, egal in welcher Höhe, hilft uns, weiterhin für eine wahrheitsgetreue Online-Welt zu arbeiten. Unterstütze jetzt und mach einen echten Unterschied! Werde auch Du ein jetzt ein Botschafter von Mimikama

Mehr von Mimikama

Mimikama Workshops & Vorträge: Stark gegen Fake News!

Mit unseren Workshops erleben Sie ein Feuerwerk an Impulsen mit echtem Mehrwert in Medienkompetenz, lernen Fake News und deren Manipulation zu erkennen, schützen sich vor Falschmeldungen und deren Auswirkungen und fördern dabei einen informierten, kritischen und transparenten Umgang mit Informationen.