Die Behauptung

Ein Foto zeigt ein ukrainisches Kleinkind, dessen Mutter während der russischen Invasion lebenswichtige Informationen auf den Rücken des Kindes geschrieben hat.

Unser Fazit

Ja, das Foto ist echt. Die Faktenprüfer von Snopes sind dieser Geschichte nachgegangen.

Während der russischen Offensive gegen die Ukraine, die am 24. Februar 2022 begann, versuchten verängstigte ukrainische Eltern, ihre Kinder für den Fall zu schützen, dass sie in dem Chaos und der Panik von Krieg und Flucht getrennt würden.

Ein virales Foto, das die Verzweiflung dieser Eltern eindringlich widerspiegelt, zeigt ein kleines Kind in Windeln, auf dessen Rücken mit schwarzem Filzstift sein Name, sein Geburtsdatum und die Telefonnummern seiner Eltern geschrieben wurden. Es wurde am 4. April 2022 von der ukrainischen Journalistin Anastasiia Lapatina, die für den Kyiv Independent berichtet, auf Twitter veröffentlicht:

Informationen auf dem Rücken: Der Faktencheck

Die Faktenprüfer von Snopes beziehen sich auf einen Artikel der New York Times und verschiedenen Social Media Postings. Die Quelle des Fotos datiert Snopes als die Mutter des Mädchens, die es ursprünglich auf Instagram gepostet hatte.
In einem Interview mit der New York Times sagte die Mutter des Kindes, Oleksandra Makoviy, dass das Schreiben ein verzweifelter Versuch war, das Mädchen für den Fall vorzubereiten, dass das Schlimmste eintritt und sie zur Waise wird.

“I thought that if my husband and I died, Vira could find who she is,”
„Ich dachte, wenn mein Mann und ich sterben, könnte Vira herausfinden, wer sie ist“

Das Bild wurde zu einem Symbol für die Not der Zivilbevölkerung, da der brutale Krieg und die Berichte über Gräueltaten russischer Soldaten an ukrainischen Zivilisten weitergingen.

Quelle:
Patil, Anushka. "Name, Telefon, Adresse: The Writing on a Child's Back Is Now a Symbol of Ukrainian Parents' Terror." The New York Times, 12 Apr. 2022. NYTimes.com, https://www.nytimes.com/2022/04/12/world/ukraine-war-children-parents.html.

Das könnte ebenso interessieren

Ukraine: Leiche wurde nicht für Medienberichte auf die Straße gelegt
Ein als Faktencheck wirkender Facebook-Beitrag soll zeigen, dass eine Leiche extra für die Medien positioniert wurde. Doch hinter der Aufnahme steckt etwas anderes. Weiterlesen …


Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:

📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.

Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!

* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)