Manipulieren statt Reparieren? Die Verbraucherzentrale Berlin warnt vor den Praktiken unseriöser Reparaturdienste.

Sind große Elektrogeräte wie die Waschmaschine defekt, entscheiden sich viele Verbraucherinnen und Verbraucher dafür, sie reparieren statt entsorgen zu lassen. Es empfiehlt sich jedoch, die Praktiken unseriöser Reparaturdienste genau zu kennen und sich dagegen abzusichern. Die Verbraucherzentrale warnt:

Reparaturkosten häufig überhöht

Wenn Verbraucher einen Defekt an ihrer Waschmaschine bemerken, beauftragen sie meistens ein Unternehmen mit der Reparatur, anstatt das Gerät sofort auszutauschen.

„Häufig kommt es vor, dass der Reparaturdienst vor Ort verlangt, die Waschmaschine mitzunehmen, um sie in seinen Räumen zu reparieren“,

schildert Josephine Frindte, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Berlin, ihre Erfahrungen aus der Beratungspraxis. Oft dauert die Reparatur dann Wochen und die Rückgabe der Maschine wird mit der Bedingung verknüpft, direkt an der Türschwelle bar zu bezahlen. Die Kosten für die Reparatur sind dann in vielen Fällen wesentlich höher als der Kaufpreis einer neuen Waschmaschine.

Zahlungspflicht erst nach erfolgreicher Abnahme

Grundsätzlich sind Verbraucher erst nach erfolgreicher Abnahme zur Zahlung verpflichtet. Abnahme bedeutet im Fall der geschilderten Waschmaschinenreparatur, das Gerät in Augenschein zu nehmen und einen Probewaschgang durchzuführen.

[mk_ad]

Achtung: Verbraucher können durch Vereinbarungen in den AGB allerdings dazu verpflichtet werden, Vorkasse zu leisten – auch in bar. Sie sollten sich daher den Auftrag vor der Unterzeichnung gründlich durchlesen.

Reparatur möglichst vor Ort

Verbraucher begeben sich selbst in eine schlechtere Position, wenn sie das Gerät freiwillig herausgeben. Sie ermöglichen es dem Unternehmen damit, starken Druck auszuüben, da sie auf das Gerät angewiesen sind.

„Wir raten daher, das Gerät möglichst zu Hause reparieren zu lassen. Prüfen Sie auch stets genau, was Sie unterschreiben“,

mahnt die Rechtsexpertin Josephine Frindte.

Passend zum Thema: Achtung vor betrügerischen Microsoft-Anrufen!

Quelle: Verbraucherzentrale Berlin
Artikelbild: Shutterstock / Von Evgeny Atamanenko


Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:

📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.

Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!

* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)