Überfall auf einen 16-jährigen im Bereich Euskirchen

Faktencheck: Mimikama widerlegt das Video über einen Überfall auf einen 16-Jährigen in Euskirchen als falsch. Polizei hat keine Hinweise auf ein Verbrechen

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21.3.2022: UPDATE

Die Urheberin eines „Fake-Videos“ über ein angebliches Verbrechen durch Ukrainer in Nordrhein-Westfalen hat sich auf der Social-Media-Plattform Tiktok in einem weiteren Video für die falsche Information entschuldigt. Die Frau sagte darin, ihre Behauptung habe sich als unwahr herausgestellt und sie wolle nicht, dass andere den gleichen Fehler machten wie sie. „Wir prüfen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft den Verdacht einer Straftat„, sagt ein Polizeisprecher in Bonn. Die Polizei hatte am Sonntag erklärt: „Die Experten gehen derzeit davon aus, dass es sich um ein absichtliches ‚Fake-Video‘ handelt, das Hass schüren soll.“ Darin sprach die Frau auf Russisch von einem Überfall auf einen 16-Jährigen in Euskirchen. „Angeblich sei dieser von einer Gruppe Ukrainer zu Tode geprügelt worden“, berichtet die Polizei über das Video. Die zuständige Polizei Bonn habe keinerlei Informationen über einen solchen gewalttätigen Übergriff oder gar über einen Todesfall.


Aktuell verbreitet es sich ein Video, in dem behauptet wird, dass in Euskirchen ein 16-jähriger russischsprechender Flüchtlingshelfer von ukrainischen Flüchtlingen erschlagen worden sei. Hinweis: Der Polizei ist nichts in die Richtung bekannt.

Überfall auf einen 16-jährigen im Bereich Euskirchen – mimikama.org

Die Polizei NRW BN hat auf Twitter zu diesem Thema folgende Information veröffentlicht:

Über das Internet wird derzeit ein Video verbreitet, in dem von einem Überfall auf einen 16-jährigen Jugendlichen im Bereich Euskirchen berichtet wird. Angeblich sei dieser von einer Gruppe Ukrainer zu Tode geprügelt worden. Die Sprache des Videos ist russisch. Der für Kapitalverbrechen im Bereich Euskirchen zuständigen Polizei Bonn liegen keinerlei Informationen über einen solchen gewalttätigen Übergriff oder gar über einen Todesfall vor. Die Experten gehen derzeit davon aus, dass es sich um ein absichtliches „Fake-Video“ handelt, das Hass schüren soll. Wir bitten, dieses Video nicht weiterzuverbreiten und sämtliche Informationen, vor allem aus den sozialen Medien, besonders sorgsam auf Echtheit zu prüfen. Der Staatsschutz der Polizei Bonn hat die Ermittlungen aufgenommen.

Polizei NRW BN

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Der Journalist Lars Wienand hat überdies herausgefunden, dass die „Euskirchen-Meldung“ bereits um 14 Uhr deutscher Zeit auf der Seite der „Federal News Agency“ erschienen ist. Nach Angaben von Wienand gehört diese zum Firmenkonstrukt der St. Petersburger Trollfabrik „Internet Research Agency“ (siehe hier).


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