Hat Wasser ein Gedächtnis? Ein externer Faktencheck

„Wasser hat somit kein komplexes Langzeitgedächtnis, sondern eine Erinnerungsspanne, die noch kürzer ist als die eines nervösen Frettchens.“

Alternativer Titel: Wenn sogar schon Filmmagazin-Redaktionen einen Faktencheck betreiben, hat es der Schwurbel augenscheinlich weit geschafft!

„Wasser hat somit kein komplexes Langzeitgedächtnis, sondern eine Erinnerungsspanne, die noch kürzer ist als die eines nervösen Frettchens.“ Das ist das Fazit aus einem Artikel von Filmstarts.de .

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Kein Fake: Nicht Correctiv, nicht die dpa, Snopes oder Mimikama haben einen Faktencheck bezüglich Wasser und Gedächtnis veröffentlicht, sondern ein Online-Magazine rund um das Medium Film.

Dieser Faktencheck war thematisch eingerahmt vom Film „Die Eiskönigin 2″, im Grunde bezieht sich der Faktencheck auf die Situation im Film, in der Elsa durch Olaf in Erfahrung bringt, dass Wasser ein Gedächtnis besitzt. Diesen Aspekt aus dem Film hat Filmstarts nun auf Fakten geprüft, da analog in der Homöopathie immer wieder vom sogenannten „Gedächtnis des Wassers“ gesprochen wird.

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Gedächtnis des Wassers?

Man darf sich das jetzt nicht wie in dem Film vorstellen, es geht in der Homöopathie nicht um reale Erinnerungen, sondern darum, dass Wasser sich angeblich an die in ihm enthaltenen Stoffe „erinnern“ könne nachdem es verdünnt wurde und somit eine gewisse Wirksamkeit habe.

Gleichwie die Kollegen von Filmstarts.de haben auch wir bereits vor mehreren Monaten dazu einen Faktencheck betrieben und kamen exakt zu demselben Ergebnis:

Es gibt nämlich ein kleines Problem mit Wasser: es hat kein wirkliches Gedächtnis und auch keine Gene, die auf ein „genetisches Gedächtnis“ schließen lassen.
Wassermoleküle verbinden sich über Wasserstoffbrückenbindungen für eine Pikosekunde (das sind ¹ / ₁ ₀₀₀ ₀₀₀ ₀₀₀ ₀₀₀ einer Sekunde) miteinander, bevor sie wieder auseinanderbrechen.

Ja, auch unser Faktencheck bestätigt die Bildsprache des „nervösen Frettchens“. Daher schließen wir an dieser Stelle zunächst mit denselben Worten, wie sie auch Filmstarts.de bezüglich Wasser und Gedächtnis nutzt, verweisen aber auf unseren Faktencheck „Hat Wasser ein Gedächtnis?“ (HIER), in dem wir die gesamte These nochmals genau aufdröseln.

Doch bevor wir hier tiefer einsteigen und noch mehr verfranzen, stoppen wir an dieser Stelle. Denn mit dem im Film zu sehendem Wassergedächtnis hat das rein gar nichts zu tun. In „Die Eiskönigin 2“ ist das zu Erinnerungen fähige Wasser also definitiv noch mit einer unverdünnten Portion Magie angereichert.

Artikelbild: Shutterstock / Von Tatiana Shepeleva

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