Um einen Chat bei WhatsApp zu sichern, konnte man ein BackUp erstellen oder den Chat exportieren. Diese Funktion wurde für deutsche Nutzer nun abgeschaltet.
Normalerweise wird WhatsApp stetig weiterentwickelt, neue Features werden zur Messenger-App hinzugefügt. Doch nun fällt eine Funktion weg. BackUps oder Exports von Chats wurde von WhatsApp-Anbieter Facebook nun für Nutzer in Deutschland abgeschaltet, wie Golem.de berichtet.
Kann man seine Chats noch sichern?
Unter „Weitere Funktionen“ – „Chat exportieren“ konnte man bisher bis zu 40.000 Nachrichten extern speichern. Diese Möglichkeit fehlt nun jedoch in den neuesten Versionen für Android und iOS.
[mk_ad]
Laut Golem.de lässt sich diese Möglichkeit in der iOS-Version 2.19.124 nicht finden. Auch ein Android-Gerät (Version 2.19.368) der t-online.de-Redaktion, das am WhatsApp-Beta-Programm teilnimmt, lässt dieses Feature vermissen. Mit Geräten mit der Version 2.19.360 kann man Chats noch exportieren.
WhatsApp gibt auf seiner Seite folgende Meldung dazu aus: „Bitte beachte, dass die Funktion in Deutschland nicht unterstützt wird.“
Die Sicherung via BackUp funktioniert allerdings noch. Dazu wählt man im Menü „Einstellungen“ – „Chats“ – „Chat-Backup“ – „Sichern“.
Hintergrund der Abschaltung ein Patentstreit?
Anfang Dezember hatte das Münchner Landgericht entschieden, dass WhatsApp, Facebook und Instagram in der derzeitigen Form nicht mehr angeboten werden dürfe, da Teile der Software gegen Patente verstoßen, die bei Blackberry liegen. Facebook gab damals an, seine Apps entsprechend anzupassen.
Golem.de vermutet, dass aus diesem Grund die Chat-Export-Funktion deaktiviert worden sein könnte.
Mehrere Patentklagen gegen Facebook
Das Münchner Verfahren erinnert an den Patentstreit zwischen Blackberry und Facebook in den USA. Seitens Blackberry gab es im Frühjahr 2018 den Vorwurf, dass von Facebook sieben Patente verletzt würden. Beispielsweise die Anzeige eines App-Symbols mit einem Zähler für die Anzahl ungelesener Nachrichten.
[mk_ad]
Blackberry selbst entwickelt keine Geräte mehr, war in den Anfängen des Smartphone-Marktes stark vertreten. Mittlerweile entwickelt Blackberry Software-Lösungen mit Unternehmen und verfügt dementsprechend über zahlreiche Patente. Auch die Foto-App Snapchat wurde von Blackberry bereits verklagt. Ob man so den Kassenstand aufbessern möchte, sei dahingestellt.
Passend zu diesem Thema: WhatsApp, Facebook und Instagram von Gericht verboten. Das Urteil.
Quelle: t-online.de
Artikelbild:
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:
📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.
Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!
* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!
Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

