Ein unsichtbares Netz fängt Passwörter

Sie tippen Ihr Passwort ein und glauben, sicher im Netz zu surfen. Doch hinter den Kulissen wartet eine Gefahr, die viele ahnungslos macht: Bösartige Chrome-Erweiterungen, die heimlich Ihre Daten abfischen. Ein Team von Forschern hat kürzlich eine beunruhigende Sicherheitslücke entdeckt, die selbst vor Giganten wie Gmail und Facebook nicht Halt macht.

Gmail, Facebook & Co.: Wo Ihre Daten nicht sicher sind

Es mag wie ein Thriller klingen, aber die harte Realität zeigt: Über 1.100 der „Top 10.000 Domains“ speichern Benutzerpasswörter im Klartext ab. Und das, obwohl sie wissen, dass Erweiterungen diese Daten abgreifen können. Warum das passiert und warum selbst namhafte Webportale nicht sicher sind, ist ein Rätsel, das uns alle betrifft.

Besonders hervorzuhebende Beispiele von Websites, die im Bericht wegen fehlendem Schutz genannt werden, sind:

  • gmail.com – Passwörter im Klartext im HTML-Quellcode
  • cloudflare.com – Passwörter im Klartext im HTML-Quellcode
  • facebook.com – Benutzereingaben können über die DOM-API extrahiert werden
  • amazon.com – Kreditkartendetails (einschließlich Sicherheitscode) und Postleitzahl sind im Klartext im Seitenquellcode sichtbar.
MIMIKAMA

Werbung blockieren oder Daten stehlen?

Während Sie vielleicht denken, dass Ad-Blocker und Shopping-Erweiterungen Ihnen nur Gutes tun, könnten einige dieser hilfreichen Tools Ihre Daten in die Hände von Übeltätern spielen. Mit über 17.000 Chrome-Extensions, die auf sensible Informationen zugreifen können, ist Vorsicht geboten.

Was sagt Google-Chrome dazu?

Während einige Alarm schlagen, sieht Google die Sache (noch) gelassen. Die offizielle Position? Solange eine Erweiterung die nötigen Berechtigungen hat, ist der Zugriff auf Passwortfelder kein Sicherheitsproblem. Aber sollte das wirklich so sein?

Fazit: Im Netz sicher surfen – ein ständiger Balanceakt

Wir bewegen uns in einem digitalen Raum voller Möglichkeiten, aber auch Gefahren. Diese neue Entdeckung zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, wachsam zu sein und zu wissen, wem man vertrauen kann. Nur dann können wir die Chancen des Internets nutzen, ohne uns ständig Sorgen um unsere Daten machen zu müssen.

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Quellen:

Arxiv, Bleeping Computer
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