Sprachassistenten sollen nach Möglichkeit eine weibliche Stimme haben. 66 Prozent der User bevorzugen dies – und gerade einmal zehn Prozent eine männliche. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands BITKOM unter 1.163 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 1.012 Internutzerinnen und -nutzer.

Männer wollen eine „Sie“

Ein Fünftel der User digitaler Sprachassistenten hat der Erhebung nach gar keine Präferenz: Ihnen ist es egal, ob die Geräte mit einer weiblichen oder männlichen Stimme sprechen. Einen gewissen, wenn auch nicht allzu großen Unterschied gibt es zudem zwischen Frauen und Männern, die digitale Sprachassistenten nutzen: 60 Prozent der Frauen bevorzugen auch eine weibliche Stimme – und 71 Prozent der Männer. Elf Prozent der Frauen würden lieber mit einem Sprachassistenten mit männlicher Stimme kommunizieren – und acht Prozent der Männer.

In den vergangenen sechs Jahren hat es damit eine beachtenswerte Verschiebung gegeben, hält der BITKOM fest. Unter 1.004 Befragten im Jahr 2016 zeigten sich 39 Prozent interessiert an den damals noch ganz neuen Anwendungen wie Amazon Echo oder Google Home. Unter ihnen haben 42 Prozent eine weibliche Stimme bevorzugt, während 32 Prozent eher mit einem Sprachassistenten mit einer männlichen Stimme kommunizieren wollten.

Gewöhnungseffekt eingetreten

„Digitale Sprachassistenten werden beliebter. Es liegt nahe, dass bezüglich der Stimme ein Gewöhnungseffekt eingetreten ist. Weil Alexa, Google Assistant, Siri und Co standardmäßig mit einer weiblichen Stimme sprechen, haben sich die Nutzerinnen und Nutzer daran gewöhnt“, sagt Sebastian Klöß, BITKOM-Experte für Consumer Technology.

Die Zahlen stammen aus der Trendstudie „Zukunft der Consumer Technology – 2022“, die sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig mit den Themen Metaverse, AR & VR sowie Streaming und Sprachassistenten befasst. Sie steht zum kostenlosen Download bereit: https://www.bitkom.org/zukunft-consumer-technology

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Quelle: pte, Bitkom

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