Schon wieder sorgt ein Facebook-Post für Schlagzeilen und Spekulationen. Alice Weidel, die Vorsitzende der AfD, soll angeblich zehn Tage an einem geheimen Ort verbracht haben. Doch wie viel Wahrheit steckt in dieser Aussage und was sagen offizielle Quellen dazu?

Der verpasste Wahlkampfauftritt von Alice Weidel

Am Tag der Deutschen Einheit sollte Alice Weidel im bayerisch-thüringischen Grenzort Mödlareuth auftreten. Doch sie sagte ab. Sofort brodelte die Gerüchteküche: Sicherheitsbedenken wegen eines potenziellen Anschlags sollen der Grund gewesen sein.

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Und während einige Stimmen im Netz davon sprachen, dass sie untertauchen musste, geben andere Berichte eine andere Perspektive.

Was das BKA und die Medien sagen

Erste Klarheit bringt die Aussage des Bundeskriminalamts (BKA), das für den Personenschutz von Politikern zuständig ist. Das BKA veranlasste die Absage nicht. Und auch die Behauptung eines Redners in Mödlareuth, Weidel befände sich in einem Safehouse und dürfe es nicht verlassen, ist nach Angaben ihres Sprechers nicht korrekt.

Weidels kurze „Abwesenheit“

Richtig ist, dass Weidels Familie am 23. September aus Sicherheitsgründen an einen unbekannten Ort gebracht wurde. Doch die AfD-Chefin selbst? Sie war nur wenige Tage später, am 29. September, wieder aktiv – und zwar im Deutschen Bundestag. Sie hielt eine Pressekonferenz und Fotos und Videos belegen dies.

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Damit fällt die Behauptung, sie müsse für längere Zeit an einem geheimen Ort bleiben, ins Wasser.

Mallorca – Zwischen Sicherheit und Entspannung

Wo ist Alice Weidel jetzt? Die Antwort ist sonniger, als manche vielleicht denken würden: Mallorca. Hier wurde sie an der Ostküste in einem Strandrestaurant gesichtet. Und nicht nur das: Ihr Aufenthalt auf der Insel wurde von ihrem Sprecher offiziell bestätigt, nachdem bereits der „Spiegel“ darüber berichtet hatte.

Fazit: Immer den Fakten vertrauen

Das Internet ist voll von Halbwahrheiten und Gerüchten. Dieser Fall um Alice Weidel zeigt erneut, wie wichtig es ist, Informationen zu überprüfen und den Fakten zu vertrauen. Auch wenn die AfD-Chefin aufgrund von Sicherheitsbedenken vorsichtig agiert, sind die meisten Spekulationen um ihren Aufenthaltsort und ihre Aktivitäten genau das: Spekulationen. Es lohnt sich also immer, genauer hinzuschauen und Faktenchecks zu vertrauen.

Quelle: DPA

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