Mehr als 26.000 Euro hat eine 46-Jährige an ihren vermeintlichen Bruder überwiesen

Der Mann schrieb die Frau Mitte April 2023 per Messengerdienst an, weil er sich ein neues Smartphone zugelegt habe, da sein altes kaputt sei. In dem Glauben, dass sie mit ihrem Bruder chattete, überwies die 46-Jährige mehrmals Geld an ein ausländisches Konto. Erst als sie ihren Bruder Ende April persönlich traf, flog der Betrug auf. Der echte Bruder hatte seine Schwester nicht um Geld gebeten.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (Quelle: Polizeipräsidium Westpfalz)

Ein wichtiger Hinweis von uns als Mimikama

Wenn Betrüger Messengerdienste nutzen, um sich als Verwandte auszugeben

Messengerdienste wie WhatsApp, Telegram oder Signal sind Bestandteil für die Kommunikation zwischen Freunden und Familienmitgliedern. Doch leider bieten diese Dienste auch Betrügern einen Nährboden für ihre Machenschaften. Eine der verbreitetsten Betrugsmethoden ist das sogenannte „Familienspoofing“.

Familienspoofing besteht darin, dass Betrüger sich als Familienmitglied ausgeben und über Messengerdienste Kontakt zu ihren potenziellen Opfern aufnehmen. Dabei verwenden sie häufig Informationen, die sie aus sozialen Medien oder anderen öffentlichen Quellen erhalten haben, um eine vertraute und authentische Kommunikation vorzutäuschen. In der Regel ersuchen sie um finanzielle Hilfe in einer angeblichen Notlage.

Tipps zum Schutz vor Familienspoofing


  1. Verifizieren Sie die Identität des Absenders: Wenn Sie eine unerwartete Nachricht von einem vermeintlichen Familienmitglied erhalten, überprüfen Sie die Identität des Absenders, indem Sie ihn oder sie über einen anderen Kommunikationskanal, wie zum Beispiel einen Anruf, kontaktieren.
  2. Seien Sie skeptisch bei Geldforderungen: Wenn ein Familienmitglied unerwartet nach Geld fragt, insbesondere bei großen Beträgen, sollten Sie nachfragen und bei Unsicherheiten das Gespräch abbrechen.
  3. Schützen Sie Ihre persönlichen Informationen: Seien Sie vorsichtig mit den Informationen, die Sie in sozialen Medien teilen. Betrüger nutzen oft öffentlich zugängliche Informationen, um ihre Täuschung glaubwürdig erscheinen zu lassen. Überprüfen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen und achten Sie darauf, nur vertrauenswürdigen Personen Zugriff auf Ihre persönlichen Daten zu gewähren.
  4. Informieren Sie Ihre Familienmitglieder: Sprechen Sie mit Ihren Verwandten über diese Art von Betrug und ermutigen Sie sie, bei verdächtigen Nachrichten vorsichtig zu sein. Teilen Sie diesen Artikel und andere Informationen zum Thema, um das Bewusstsein zu erhöhen.
  5. Melden Sie Betrugsversuche: Wenn Sie glauben, Opfer eines Familienspoofing-Betrugs geworden zu sein, melden Sie den Vorfall umgehend den zuständigen Behörden und dem jeweiligen Messengerdienst. Dies hilft dabei, Betrüger zur Verantwortung zu ziehen und andere Nutzer vor ähnlichen Angriffen zu schützen.
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Familienspoofing ist eine wachsende Bedrohung in der digitalen Kommunikation. Indem Sie wachsam sind und die oben genannten Tipps befolgen, können Sie dazu beitragen, sich und Ihre Lieben vor den Machenschaften dieser skrupellosen Betrüger zu schützen. Schließlich ist es wichtig, das Vertrauen in unsere Kommunikationskanäle zu bewahren und sicherzustellen, dass wir uns auf die digitale Zukunft gut vorbereitet fühlen.

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)